21.03.2016
20.03.2016
Lesehinweis: Wie Putin und Assad den Terrorismus zu ihren Zwecken missbrauchen
Mit dieser Logik wird die Terrorgefahr zur Legitimationshilfe für die Diktatur: «Ich oder der Untergang, ich oder Millionen neuer Flüchtlinge, ich oder weitere Terroranschläge in Europa.» Interessanterweise unterscheidet sich diese Logik kaum von jener der Jihadisten. Sie rufen den Muslimen zu: «Entweder wir oder die Kreuzritter, wir oder die ewige Verdammnis.» Terror und Diktatur, so scheint es, sind letztlich die beiden Seiten derselben Medaille.
Christian Weisflog in der NZZ über Putins Rückzug aus Syrien und den IS als Machtinstrument:
19.03.2016
The Look of Silence
Wer den ersten Teil von Joshua Oppenheimers Zweiteiler "The Act of Killing" gesehen hat, der sollte sich unbedingt den zweiten Teil "The Look of Silence" anschauen. Und wer weder den ersten noch den zweiten Teil gesehen hat oder gar kennt, dann schleunigst anschauen. Oppenheimer beschäftigt sich auf einzigartige Weise mit den Massenmorden an den Kommunisten in den 60ger Jahren in Indonesien. Dabei lässt er Mörder und Opfer nicht nur Wort zu kommen, sondern überlässt ihnen auch die Darstellungsweise.
“Ramli was probably a good person. But what could we do? It was a revolution.”
Hier auch zwei Interviews (1,2) mit dem Regisseur Joshua Oppenheimer.
15.03.2016
14.03.2016
13.03.2016
Ein Gedanke zur "Ausländerkriminalität"
"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Das soll einmal Winston Churchill gesagt haben. Und so gibt es Statistiken (via Torsten Heinrich) die zeigen, dass Ausländer krimineller seien als deutsche Staatsbürger. Und welche, die das Gegenteil behaupten (oder versuchen aufzuklären). Und diese Statistiken werden selbstverständlich für politische Zwecke missbraucht, besonders um gegen Ausländer/Flüchtlinge/Einwanderer zu hetzen. Und so versuchen sich Einwanderungsgegner und -befürworter gegenseitig zu widerlegen, um entweder Einwanderung einzudämmen und abzuschaffen oder zu verteidigen und auszubauen.
Ein wichtiger Punkt geht aber bei dieser (oft hitzigen und emotionalen) Debatte aus meiner Sicht unter: Für die Einwanderungspolitik eines aufgeklärten, liberalen und zivilisierten Staaten muss es ist irrelevant sein, ob Ausländer krimineller als Deutsche sind oder nicht. In einem aufgeklärter Gesellschaft darf niemand aufgrund seiner Nationalität oder Hautfarbe oder Religion vorverurteilt und ausgeschlossen werden. Eine aufgeklärte Gesellschaft bewertet jedes Individuum einzeln und losgelöst von irgendwelchen (künstlichen) Zugehörigkeiten. Selbst wenn 100% aller Straftaten von Ausländer begangen werden, heißt das eben nicht im Umkehrschluss, dass alle Ausländer straffällig werden. Und auch hier, selbst wenn 50% aller Ausländer eine Straftat in Deutschland begingen, oder 90% oder gar 99%, in einer Gesellschaft, die sich als zivilisiert bezeichnet, darf trotzdem niemand vorverurteilt werden. Wer argumentiert, dass Einwanderung gestoppt werden muss, weil Einwanderer krimineller seien als Deutsche, brandmarkt jeden Einwander kollektiv als Kriminellen. Eine aufgeklärte Gesellschaft zeichnet sich aber dadurch aus nicht in Kollektiven zu denken. Denn das ist genau das, was Zivilisation von Barbarei unterscheidet.
12.03.2016
Die Obama-Doktrin
Ein imposanter Artikel von Jeffrey Goldberg in The Atlantic über Obamas außenpolitische Doktrin:
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