18.03.2013

Quo vadis, Europa?

Wer heute zehn Prozent stiehlt, der greift sich vielleicht schon morgen 50 Prozent oder gleich alles. Schlimmer noch: Wer vor dem Griff nach dem rechtmäßigen Eigentum der Menschen nicht zurückschreckt, der wird sich am Ende auch an den Menschen selbst vergreifen.

Die Aufregung ist zwar absolut gerechtfertigt, aber dennoch muss man anmerken: Ob man nun Teile des Sparguthabens direkt enteignet oder Steuern einführt beziehungsweise erhöht macht de facto keinen Unterschied, in beiden Fällen handelt es sich - aus libertärer Sicht - um Diebstahl. 

Star Wars: Inside Job

War die Zerstörung des Todesstern etwa ein Inside Job? Parodie von Loose Change. 

17.03.2013

Die zypriotische "Bankenrettung" oder wie man die EU zerstört

Schäuble sagte dem ZDF, dass die Aktion bewusst vor dem langen Wochenende in Zypern angesetzt gewesen sei: „Bankeinlagen sind eine sensible Sache, da muss man schnell handeln, daher macht man es am Wochenende.“

In der Nacht hatte die Eurogruppe beschlossen, auch Bankkunden ohne Ausnahme kräftig zur Kasse zu bitten, um einen Staatsbankrott wegen der maroden Finanzinstitute abzuwenden. Die vereinbarte Sonderabgabe beträgt 6,75 Prozent für Guthaben bis 100 000 Euro und 9,9 Prozent für höhere Einlagen.

[...]

Alle zyprischen Banken hatten in den vergangenen Tagen versichert, es gelte – wie in ganz Europa – die Garantie der Geldeinlagen in Höhe von 100 000 Euro.

Die Geschichte der Euro-Rettung ist eine Geschichte permanenter Regelbrüche - und der eine Regelbruch bedingt den nächsten. Hätte es noch eines Beweises für diese Aussage bedurft, so liefert sie das jetzt beschlossene Hilfsprogramm für Zypern.

Einfach nur wahnsinnig. 

16.03.2013

Reporter überträgt seine Festnahme durch die chinesische Polizei live

Der Sky News Reporter Mark Stone wurde während er vom Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen Platz) in Peking berichtete von der Polizei abgeführt. Das Lustige an der ganzen Sache: Alles wurde live ins Fernsehen übertragen. Angeblich hatte Stone das Jahr 1989 erwähnt.




15.03.2013

Ron Swanson on bailouts ...

Aus der aktuellen Parks & Recreation Folge "Bailout" (Episode 16, Staffel 5):
"Ron, what are you doing at a city council meeting? Are you lost? Are you hurt?" - "No, I am here to express an opinion. This action by Councilwoman Knope is nothing more than a thinly-veiled government bailout and I for one refuse to let her turn this town into a Socialist hellscape. Allow me to elaborate: The government should not prop up a failed business. That would be like giving food to a mortally wounded animal instead of slitting its throat and properly utilizing its meat and pelt." 
"Capitalism is the only way, Leslie. It moves our country forward. It’s what makes America great! And England okay, and France terrible. [...] The free market is a jungle, it's beautiful and brutal and should be left alone. When a buisness fails, it dies and a new better one takes its place. Just let buisness be buisness, and government be government.

Großartige Folge! Too Big, to Nail!


Stratfor: Japans militärische Wandlung

14.03.2013

Einiges zu Nordkorea: Sanktionen, Ballerei und der UN-Menschenrechtsrat

Marcus Noland und Stephan Haggard haben die aktuelle UN-Resolution 2094 gegen Nordkorea in zwei Artikeln analysiert:




Zwar hängt wie immer alles vom Wille Chinas ab, aber die finanziellen Sanktionen sollten wohl nicht unterschätzt werden, besonders jetzt als angeblich dutzende Konten Kim Jong-Uns in China entdeckt wurden. Das Einfrieren dieser Konten könnte für Nordkorea äußerst schmerzhaft werden, eventuell schmerzhafter als das Ende jener Konten der Banco Del Asia im Jahre 2005. Vorausgesetzt China macht mit.

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Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wird höchstwahrscheinlich Ende März eine internationale Kommission zur Untersuchungen nordkoreanischer Menschenrechtsverletzungen einsetzen. Ich halte vom UN-Menschenrechtsrat bekanntlich wenig, aber dieser Schritt ist durchaus begrüßenswert. Vor allem könnte dieser symbolischen Akt weitere Auswirkungen haben, beispielsweise zu einer strafrechtlichen Verfolgung wie durch den Internationalen Gerichtshof in Den Haag führen. 

via OneFreeKorea


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Gefäschte nordkoreanische TV-Sendung: "How Americans Live Today"

Zur Zeit macht ein Video im Internet die Runde, das angeblichen einen Ausschnitt aus einer nordkoreanischen TV-Sendung zeigt, welche über das Leben in den USA berichtet. Dabei handelt es sich - wie nicht anders zu erwarten war - um einen Fake beziehungsweise eine Parodie eines Briten, der kein Wort koreanisch spricht. 

Das Human Brain Project



Ich habe so meine Zweifel, ob das Projekt sich wirklich als derartig nützlich erweist, wie andauernd behauptet wird. Naja, wir werden sehen, spektakulär klingt das Ganze jedenfalls und besser sind die 500 Millionen Euro der Europäisch Union dort allemal aufgehoben, als in irgendwelchen sinnlosen Bailouts. 

Obama hat die Unterstützung eines ähnliches Projekts in den USA angekündigt, dabei gibt es dort bereits das Human Connectome Projekt. Der Unterschied zwischen beiden Projekten ist wie folgt: 
Während das HBP der EU, welches auf dem Blue Brain Project basiert, auf die Simulation eines Gehirns zielt und von zufälligen Kontaktstellen zwischen Nervenzellen ausgeht (nach Peters' Rule), setzt das HCP auf die Kartierung der Nervenzellen und all derer Kontaktstellen eines Gehirns. Dass Peters' Rule, die Annahme das Kontaktstellen - genannt Synapsen - zwischen Nervenzellen zufällig entstehen, nicht immer stimmt, wurde inzwischen in bestimmen Gehirnarealen wissenschaftlich gezeigt. Sind also die Verbindungen zwischen den Nervenzellen in der Simulation des HBP falsch, ist die komplette Simulation mehr oder minder keine Simulation eines funktionierenden Gehirns. Während das HBP zwischen verschiedenen Typen von Nervenzellen unterscheidet, mangelt es ihm gleichzeitig an dem sogenannten Connectome, einer Karte aller Verbindungen zwischen den einzelnen Nervenzellen. Diese Karte ist - wie bereits erwähnt - das Ziel des HCP. Da das HCP aber nach dem Connectome eines Gehirns sucht, wird es nicht zwischen verschiedenen Typen von Nervenzellen unterscheiden, geschweige denn zwischen verschiedenen Arten von Synapsen. 

Das Connectome des C. elegans, eines winzigen Wurms mit genau 302 Nervenzellen, wurde Ende der 80ger Jahre bereits entschlüsselt, eine Simulation seines kompletten Nervensystems gibt es meines Wissens nach bis heute noch nicht ...

Update: