29.01.2014

Die USA als Gewinner des syrischen Bürgerkrieges

Ich bin schon einmal vor einiger Zeit über die These gestürzt, dass der syrische Bürgerkrieg im amerikanischen Interesse sei. Hier ein aktueller Artikel dazu bei The National Interest:

The most significant way the U.S. has benefitted from the Syrian civil war is by seeing its regional and global adversaries undermined by the conflict. Just as the U.S. has been the primary external benefactor of the Syrian civil war, no third party has been a bigger loser in Syria than Iran.

Der syrischer Bürgerkrieg schwäche nicht nur das Assad-Regime, den Iran und die Hisbollah, sondern auch islamofaschistische Gruppierungen sowie China, dessen Rohstoffinteressen im Irak durch den Konflikt bedroht seien. Ferner lenke der Konflikt von inneren Angelegenheiten in US-verbündeten Staaten in der Region ab und trage vermutlich dazu bei, dass dort aus Angst vor einem Bürgerkrieg vorerst keine Proteste aufkeimen. Als letzten Punkt, warum der syrische Bürgerkrieg im strategischen Interesse der US-Außenpolitik liege, nennt der Autor den Abbau/Abtransport der syrischen Chemiewaffenbestände. 

Die Gefahren einer solchen Strategie liegen auf der Hand: Es besteht eine große Gefahr, dass der Bürgerkrieg sich ausbreitet und Anrainerstaaten mit sich in den Abgrund reißt. Dass die USA den syrischen Bürgerkrieg aktiv am Leben halten, wage ich zu bezweifeln. Aber nichts tun und die zögerliche Unterstützung der Rebellen, tat ihr übriges, um den Konflikt in die Länge zu ziehen. 

Keine Kommentare: