25.01.2015

Japanische Twitternutzer machen sich über den Islamischen Staat lustig

Japanische Twitternutzer machen sich nach den Drohungen des Islamischen Staates zwei japanische Bürger zu ermorden unter dem Hashtag #ISISクソコラグランプリ über IS lustig.




























“You can kill some of us, but Japan is a peaceful and happy land, with fast Internet. So go to hell.” Peter Payne, Twitter




24.01.2015

Hidden state: Inside North Korea

Terrorismus und westliche Außenpolitik

Immer wieder hört man, gerade jetzt im Zuge der Anschläge von Paris, dass all jene Terroranschläge im Westen ganz einfach zu verhindern gewesen wären: Würden Frankreich, die USA und andere westliche Staaten sich nicht in die "Angelegenheit" anderer Staaten, besonders im Nahen Osten, einmischen, gäbe es auch keinen Grund für Terroristen den Westen ins Visier zu nehmen. So argumentierte unter anderen der senile libertäre Republikaner Ron Paul, andere Libertäre und die Linke.

Das ist, freundlich ausgedrückt, Humbug. Noch vor dem Krieg gegen den Terrorismus nach dem 11. September waren islamistische Anschläge keine Seltenheit. 1989 wurde die Fatwa gegen Salma Rushdie  für seine "Satanischen Verse" erlassen. Der japanische Übersetzer, Hitoshi Igarashi, wurde 1991 an der Universität Tsukuba in Japan erstochen. Und das obwohl Japan zu damaliger Zeit in keinem islamischen Land militärisch aktiv war. Auch als 1994 eine Bombe vor dem jüdischen Kulturzentrum in Buenos Aires explodierte und 85 Menschen tötete, lag der Grund hierfür sicher nicht in der Außenpolitik Argentiniens, sondern im blanken Antisemitismus.



Nordkorea warnt vor zweitem Holocaust in Deutschland und droht mit "gnadenloser Bestrafung"

Ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums hat laut der staatlich-nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA Deutschland dazu aufgefordert zu verhindern, dass der Film "The Interview" auf der diesjährigen Berlinale gezeigt wird. Andernfalls würde Deutschland den Terrorismus unterstützen und seine "schändliche Geschichte" wiederholen, sprich einen zweiten Holocaust veranstalten. Sollte Deutschland die Ausstrahlung bei der Berlinale nicht unterbinden, drohte das nordkoreanische Außenministerium mit "gnadenloser Bestrafung". 

Dummerweise war niemals geplant "The Interview" auf der diesjährigen Berlinale zu zeigen. Vermutlich wurde die Verwirrung seitens Nordkoreas dadurch ausgelöst, dass die Eröffnung der Berlinale auf den selben Tag fällt wie der deutsche Kinostart von "The Interview", nämlich dem 5. Februar. Der Festivaldirektor Dieter Kosslick traf sich daraufhin am Donnerstag mit dem nordkoreanischen Botschafter, Si Hong Ri, in Berlin und klärte das Missverständnis auf, um einen nordkoreanische Invasion Deutschlands zu verhindern. Da hatte Deutschland gerade nochmal Glück gehabt. Keine nordkoreansiche Vergeltung ... zumindest vorerst.

siehe FAZVariety


Hier Auszüge aus dem KCNA-Artikel:
Germany is joining the U.S. in these actions though the former took the lead in inflicting unspeakable misfortune, pain and disaster on humankind through two world wars. 
History and humankind still vividly remember aggression, plunder and racial extermination including the massacre of Jews committed by Germany during the Second World War no matter how loudly it may talk about its postwar reparation. 
Germany's attitude to allow the screening of the undesirable movie while blindly following the U.S. cannot but be a dangerous act that can repeat its shameful history. 
The screening of the movie that hurts the dignity of the supreme leadership of the DPRK and openly agitates state-sponsored terrorism has nothing to do with the "freedom of expression" touted by Germany. It is evidently agitation of terrorism quite contrary to the purpose and nature of the Berlin international film festival.

[...]

The U.S. and Germany should immediately stop the farce of screening anti-DPRK movie at the film festival.
 
Those who attempt at terrorist acts and commit politically-motivated provocations and those who join them in violation of the sovereignty and dignity of the DPRK will never be able to escape merciless punishment.

19.01.2015

Lesehinweis: Das Associated Press Büro in Pjöngjang

Lesehinweis zur Islam-Islamismus-Debatte

„Tötet ihn“, rief auch ein wilder Haufen von Studenten an der Universität von El Jadia in Marokko, nachdem der Dekan eine Vorlesung über das Werk des marokkanischen Schriftstellers Abdellah Taia gestattet hatte. Nur durch Flucht konnte der Mann verhindern, gelyncht zu werden. Abdella Taia hatte sich als erster Intellektueller Marokkos als homosexuell geoutet. Die Verfolgung der Anti-Ramadan-Picknicker, der Küssenden, der sexuelle Freiheit fordernden Journalisten, der Homosexuellen erfolgt nicht durch einen „Islamismus“, sondern aufgrund des Alltags-Islam, wie er sich in den Gesetzen Marokkos und Algeriens widerspiegelt. Überall auf der Welt, wo der Islam Macht bekommt, werden Frauenrechte und Gedankenfreiheit eingeschränkt, Minderheiten verfolgt. Darauf hinzuweisen, auf diesen gefährlichen Kern des Islam, nicht des „Islamismus“, auch hierzulande, wo er die Macht dazu Gott sei Dank nicht hat, wird von der Linken als „islamophob“ gegeißelt.

18.01.2015

Teile aus Shin Dong-hyuks "Flucht aus Lager 14" sind falsch

Eeeeeh, Shin Dong-hyuk, der wohl bekannteste nordkoreanische Menschenrechtsaktivist, hat zugegeben, dass Teile aus seinem Bestseller-Buch Escape from Camp 14: One Man's Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West / Flucht aus Lager 14 nicht der Wahrheit entsprechen.

Scheinbar sind diverse Orts- und Zeitangaben nicht korrekt. Unter anderen, wurde seine Mutter und sein Bruder nicht in Lager 14, sondern in Lager 18 hingerichtet. Außerdem wurde er nicht gefoltert als er 13 Jahre alt war, sondern erst als er 20 war. Die zentralen Teile des Buches würden aber der Wahrheit entsprechen.

Das Teile des Buches (oder sogar das ganze Buch, was nun durchaus angezweifelt werden könnte) ausgedacht sind, ändert nichts an den Gräueltaten des nordkoreanischen Regimes, wirft aber ein schlechtes Licht auf Shin Dong-hyuk und damit leider auf die Geschichten anderer Flüchtlinge. Der Fall zeigt eindeutig die Problematik im Bezug auf Informationen aus und über Nordkorea. Geschichten aus Nordkorea sollten immer mit Vorsicht genossen werden, denn es fehlen unabhängige Quellen. 

Im Übrigen, Nordkorea hatte bereits vor einiger Zeit ein Video veröffentlicht, in dem Shins Vater behauptet sein Sohn sei nie in einem  Gefangenenlager gewesen.