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15.01.2015

"Kim Jung-Un Ole Ole Ole"

Interessante Aufnahmen der Fußball-Asienmeisterschaft zwischen Nordkorea und Saudi-Arabien in Melbourne. Wobei die Fans nicht ganz so koreanisch aussahen. Eventuell handelt es sich um Satiriker. Angeblich grölte die Menge auch "Sechs mal Weltmeistertitel!". Mehr Hintergründe zu den nordkoreanischen Fans findet man bei The Guardian.


Nordkorea verlor im Übrigen 1:4, eh ich meine natürlich gewann überzeugend mit 10:0.

17.05.2014

Kim Jong Un als Videospielheld



Der Spielehersteller Moneyhorse (mir bisher völlig unbekannt) veröffentlichte vor einigen Tagen einen Trailer zu dem Spiel Glorious Leader!. In dem Spiel, gehalten in der Retro-8-Bit-Videospielgrafik der 80ger Jahre, steuert man Kim Jong Un und trifft auf Einhörner, Narwale, einen guten (Dennis Rodman) und selbstverständlich viele böse Amerikaner.
The Democratic People's Republic of Korea commands you to know that the capitalistic pigs at Moneyhorse LLC, are developing Glorious Leader! , an epic tale about the triumph of Kim Jong Un over the entire American army. Battle through 7 unique levels as you defeat waves of imperialists, combat over-the-top bosses, and ride unicorns!

Glorious Leader! is coming soon to PC and something called a mobile device. Finally, you will know why North Korea truly is the best Korea.

04.03.2013

Basketballdiplomatie: Dennis Rodman in Nordkorea

Der Ex-NBA-Spieler Dennis Rodman war zusammen mit Vice bei Kim Jong-Un, der sich als Basketballfan entpuppte, zu Besuch, um in Nordkorea eine Dokumentation über Sport zu drehen. Ausgestrahlt werden soll das ganze demnächst von HBO und Vice. Soweit, so gut. Nach vier Tagen beendete Rodman seinen Trip und kam zu einigen Erkenntnissen:
Kim "is like his grandfather and his father, who are great leaders, he is an awesome kid, very honest and loves his wife so much", Rodman told the Chinese government news agency Xinhua before leaving the North Korean capital, Pyongyang, on Friday. 
Asked how his visit might help, Rodman told the agency: "About the relationship, no one man can do anything. His country and his people love him. I love him, he is an awesome guy."

Hiermit soll das Thema dann auch schon abgehakt sein, sonst rege ich mich nur auf. Politisch nichts von Relevanz, besser man fragt Prominente und Sportler nicht zu ihrer Meinung über Politik. 

Siehe auch:


08.07.2011

Nordkorea im internationalen Sport

Numerous, unconfirmed reports suggest that there is a country that exists called North Korea. Only a country that is so isolated from the rest of the world can earn itself the nickname, “The Hermit Kingdom,” which, incidentally, was the working title for my unauthorized autobiography. In fact, the country is so insulated from the rest of humanity that any attention-mongering athlete wishing to don a pair of sunglasses indoors at a club has been unable to verify whether Kim Jong-Il’s shades are Prada or RayBans. The horror.

30.06.2011

Neuigkeiten um Nordkorea

Nordkorea hat den Sitz der UN-Abrüstungskonferenz oder auch bekannt unter der Genfer Abrüstungskonferenz übernommen. Somit ist nun der Nordkoreaner So Se Pyong Vorsitzender der Konferenz, der zur Zeit 65 Mitglieder angehören und die sich mit Fragen der internationalen Abrüstung und Rüstungskontrolle beschäftigt - genau jene Bereich in welchen die Demokratische Volksrepublik Korea schon immer eine Vorreiterrolle gespielt hat. Mal wieder ein Beweis für das klägliche Scheitern der Vereinten Nationen.


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Am Dienstag besiegte die Fussball-Frauennationalmannschaft der USA bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Deutschland das Team aus Nordkorea mit 2:0. Die Niederlage erklärte deren Trainer Kim Min-kwang mit einem Blitzeinschlag: „Vor unserem Abflug hat es einen Unfall gegeben. Bei einem Testspiel am 8. Juni ist auf dem Platz ein Blitz eingeschlagen. Dabei haben sich einige Spielerinnen verletzt. [...] Die betroffenen Spielerinnen mussten in ein Krankenaus gebracht werden. Die Ärzte waren der Meinung, dass diese Frauen nicht in Deutschland spielen sollten. Sie haben es doch getan." wird Kim bei Welt Online zitiert. 
Wer weiß, was der Mannschaft bei einem Vorrundenaus in der Heimat droht. Wiedereinmal äußerst bedenklich, dass Nordkorea bei einer Fussball-WM antreten darf. Bei der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA ist bisher noch nichts zur WM zu lesen.

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Zu guter letzt ein Hinweis auf den Artikel "Who will defend South Korea? And why?" von Joshua Stanton bei OneFreeKorea.
Nach einer Studie unter südkoreanischen Jugendlichen würden überraschenderweise beinahe 50% im Kriegsfall die Flucht ergreifen. Nur 15% würden dabei helfen das Land zu verteidigen. Hinzu kommt, dass die meisten Japan für gefährlicher hielten als ihren nördlichen Nachbarn.

03.04.2011

Claudia Roth zu Besuch in Nordkorea


„Ich habe noch kein Land erlebt, das mir so geschlossen vorgekommen ist, so in sich verbarrikadiert. Die Distanz ist so unendlich groß zu den Menschen. Du kannst nicht auf sie zugehen, weil es für die Menschen möglicherweise auch eine Gefährdung wäre“, sagte [Claudia Roth].
Die Reise nach Nordkorea findet im Zuge der anstehenden Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Deutschland statt. Gemeinsam mit einer Delegation des Deutschen Fußball-Bundes besuchte Roth Nordkorea, um mit dem Fußball die Öffnung des Landes zu erwirken und "Brücken zu bauen" - vorerst erfolglos.

Weder konnte sie die Führung (hatte sie Konktat mit der Führung? Bisher konnte ich nicht ausfindig machen, mit wem sie genau in Kontakt war) zur Abkehr des Atomkurses bewegen noch Empathien mit dem von einem fürchterlichen Erdbeben und Tsunami geschundenen östlichen Nachbarn Japan wecken. Roth zeigte sich enttäuscht. 
Tja, so ist das eben mit den Diktatoren und Tyrannen dieser Welt.
Zwar unterhält Deutschland seit zehn Jahren offiziell diplomatische Beziehungen mit Nordkorea, aber in der Realität stehen sich beide Seiten isoliert gegenüber. Die Abkapselung geht so weit, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr den Lesesaal des Goethe-Instituts geschlossen hat, der erst 2004 in Pjöngjang eröffnet worden war. Das war eine falsche Entscheidung und ein Rückschlag für die angelaufenen Bemühungen.

... heißt es auf der Webseite Roths zu ihrer Reise in ein "unbekanntes Land".

Ohja, Deutschland steht Nordkorea vollkommen isoliert gegenüber. Jetzt kapselte sich sogar die Bundesregierung im Jahr 2009 mit der Schließung des Lesesaals des Goethe-Instituts ab - dabei gab sich doch der kleine Kim solch' eine Mühe endlich geliebt zu werden und ließ nur ausgewählte Parteimitglieder das Institut besuchen. Welch' ein Unding der Bundesregierug den Lesesaal zu schließen! Gut, dass Frau Roth nochmals auf den provokanten und friedensgefährdenden Akt der Bundesregierung aufmerksam gemacht hat. Dass Nordkorea im März 2010 eine südkoreanische Korvette versank und 46 Seeleute ermordete, oder im November selbigen Jahres die Insel Yeonpyeong bombardierte und vier Menschen, darunter zwei Zivilisten tötete, erwähnt sie nicht. Ganz zu schweigen von den unzähligen nordkoreanischen Konzentrationslagern.

Aber vielleicht hat Frau Roth ja dennoch Recht, und der Fußball verbindet die Menschen und kann eine Öffnung des Landes erwirken. Schließlich haben wir ja alle aus der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gelernt, wie schön der Fußball die Menschen in Nordkorea zusammengebracht hat... Ob die Führung diesmal anders bei einer Niederlage der nordkoreaischen Frauenfußballmannschaft reagiert? Ob Frau Roth und der DFB darüber gesprochen haben? Wahrscheinlich nicht.

Neben Claudia Roths Webseite berichtete auch die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA über den Besuch, jedoch nur äußerst kurz in drei Zeilen - und ohne Claudia Roth zu erwähnen. 

05.10.2010

Boliviens Präsident tritt zu... im wahrsten Sinne des Wortes


Bei einem Juxmatch anlässlich einer Sportplatzeröffnung rächte sich Evo Morales auf sehr unschöne Weise an einem Kontrahenten von der Opposition. Er rammte ihm das Knie zwischen die Beine.

09.09.2010

Einiges... Westergaard, Venezuela, Nordkorea, Castro und der Iran


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The irony, of course, is that Venezuela is doing to itself what the United States has been trying to do to North Korea for years (and re-emphasized in the past few months) -- denying access to luxury goods for the elites.
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Auch Fidel gefällt Mahmuds Antisemitismus und Apokalypsophilie nicht:

Castro's message to Mahmoud Ahmadinejad, the President of Iran, was not so abstract, however. Over the course of this first, five-hour discussion, Castro repeatedly returned to his excoriation of anti-Semitism. He criticized Ahmadinejad for denying the Holocaust and explained why the Iranian government would better serve the cause of peace by acknowledging the "unique" history of anti-Semitism and trying to understand why Israelis fear for their existence.

31.08.2010

Jimmy Carter, die Befreiung Aijalon Gomes, Kims China, die Fifa und Nordkorea

Jimmy Carter, ehemaliger US-Präsident, hat mit seinen 86 Jahren nocheinmal Nordkorea besucht und den US-Amerikaner Aijalon Gomes "befreit", der sich seit Anfang 2010 in nordkoreanischer Geiselhaft befand. Da die Identität Gomes anfangs nicht bekannt war und keine weiteren Informationen an die Öffentlichkeit gelangten, ging man von einem Deserteur aus. Später stellte sich heraus, dass es sich um den christlichen Menschenrechtsaktivisten Aijalon Mahli Gomes handelte, der wie Robert Park, ein anderer US-amerikanischer Menschenrechtsaktivist, vermutlich freiwillig nach Nordkorea gegangen war. Im April diesen Jahres wurde Gomes von Nordkorea wegen illegalen Grenzübertrittes zu 8 Jahren Konzentrationslager und rund 700.000 US-Dollar Strafe verurteilt.

Gomes wurde an der Genze zu China kurz nach der Freilassung Parks aufgeriffen, der selbst bisher noch nicht über seine Geiselhaft in Nordkorea gesprochen hat - möglicherweise und hoffentlich ändert sich dies aber nun. Mehrere Male musste Park bereits in psychatrische Behandlung nachdem man bei ihm eine posttraumatische Belastungsströrung diagnostiziert hatte. Angeblich wurde in Nordkorea sexuell missbraucht und gefoltert. Gomes selbst - so behauptete zumindest KCNA - habe in Nordkorea einen Selbstmordversuch unternommen. Inwiefern dies der Wahrheit entspricht und ob auch Gomes gefoltert wurde, lässt sich bisher noch nicht sagen.

Wie im Falle der beiden US-Journalistinnen Ling und Lee, wurde auch Gomes durch den Besuch eines ehemaligen US-Präsidenten auf "privater" Reise befreit. Diesmal jedoch reichte es nicht für ein Foto mit dem geliebten Führer. Dieser war nämlich zufälligerweise genau zum Zeitpunkt Carters zweitägigen Besuchs mit seinem privaten Sonderzug nach China gereist, um wohl wieder um ein wenig Unterstützung des großen roten Bruders zu erbetteln und Carter zu zeigen wer die Hosen anhat. Nichtsdestotrotz durfte Carter den zweiten Mann der Demokratischen Volksrepublik Koreas, Kim Yong-nam, und andere hohe Parteifunktioniäre treffen, um den nordkoreanischen Massenmördern und Geiselnehmern die Füße zu küssen. Carter war bereits 1994 in Nordkorea und ist seitdem sicherlich gern gesehen. Er war es nämlich, der das Genfer Rahmenabkommens zum Abschluss brachte, welches die Nuklearisierung Nordkoreas verhindert sollte. Das Abkommen war für Nordkorea ein voller Erfolg, denn es schenkte dem Land die benötigte Zeit, Sicherheit sowie Geld und ebnete den Weg zum ersten nordkoreanischen Atombombentest.

Ich will gar nicht wissen, ob die 700.000 Dollar Strafe für Gomes nun bezahlt wurden. Nordkorea wird Gomes nicht aus Gnade und Gutherzigkeit freigelassen haben. Von Terroristen darf man sich nicht erpressen lassen, die nächste Geiselnahme eines US-Amerikaners wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.


Hier einige weitere Artikel:


24.08.2010

Yeah! LAN-Party im deutschen Bundestag

Ballern im Bundestag: Drei Abgeordnete haben ihre Kollegen eingeladen, gemeinsam umstrittene Videospiele zu zocken – um dadurch Vorbehalte abzubauen.
Drei Abgeordnete laden ihre Kollegen aus allen Fraktionen zur LAN-Party mit Computerspielen ein. „Da wird sicherlich auch ein Shooter mit dabei sein, bei dem es etwas gewaltsamer zugeht“, sagte der FDP-Politiker Jimmy Schulz bei der Vorstellung des Projekts. „Wir wollen auch die Fraktionen gegeneinander antreten lassen.“

13.08.2010

Neues von der nordkoreanischen Fußballmannschaft

Nach der öffentlichen Demütigung der nordkoreanischen Fußballnationalmannschaft vor 400 Offiziellen, sei der Nordkoreanischer Trainer Kim angeblich in ein Arbeitslager gesperrt worden. Bei Bild.de ist nun zu lesen, dass der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) Mohamed bin Hammam bei einem Besuch im abgeschotteten Nordkorea den Trainer Kim Jong-hun nicht vorfand. Ferner berichtete er, dass es unbestätigte Berichte gebe, wonach einzelne Spieler gefoltert wurden seien.

Nun hat sich die FIFA eingeschaltet. Man habe den nordkoreanischen Fußballverband aufgefordert Klarheit über die Anschuldigungen zu schaffen. Genau, weil Nordkorea auch so gut darin ist Klarheit zu schaffen und zu kooperierein. Was erhofft man sich davon? Dass der nordkoreanische Verband antwortet man habe den Trainer in ein Internierungslager geschickt und einzelne Spieler für ihr Versagen körperlich bestraft? Als ob. Nordkorea hat sich noch nie kooperativ und transparent verhalten.
Nordkorea ist das größte Gulaq der Welt und hätte als solches niemals niemals an der Fußballweltmeister 2010 in Südafrika teilnehmen dürfen. Man kann nur hoffen, dass dies der FIFA und anderen sportlichen Verbänden eine Lehre ist nicht mehr mit brutalen Diktaturen bei denen auch nur der leisteste Verdacht besteht sie könnten den teilnehmenden Sportlern gefährlich werden, zusammen zu arbeiten. Mehr dazu bei OneFreeKorea - So, it might have been “the game of their lives” after all.


Inzwischen hat Nordkorea vier Südkoreaner und drei Chinesen eines südkoreanischen Fischerbootes als Geiseln genommen, als jene angeblich in nordkoreanische Gewässer eingedrungen seien. Mehr bei OneFreeKorea - North Korea Celebrates Exclusion from Terrorism List by Abducting South Korean Fisherman

Auch weiterhin befindet sich der US-Amerikaner Aijalon Mahli Gomes in nordkoreanischer Geiselhaft.


Älterer Artikel dazu:

04.08.2010

Sun: Zwangsarbeit für den nordkoreanischen Trainer

Die britische Sun berichtet, dass der Trainer der nordkoreanischen Fußballnationalmannschaft Kim Jong-Hun nach den drei Niederlagen bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika Zwangsarbeit verrichten müsse. Kim sei für den Vertrauensbruch gegenüber Kim Jong-Ils Sohn Kim Jong-Un mit bis zu 14 Stunden täglichem Arbeiten an einer Baustelle bestraft wurden. Des Weiteren sei er aus der Arbeiterpartei ausgeschlossen wurden. 
Zuvor wurde er und seine Mannschaft sechs Stunden lang vor 400 Offiziellen, Sportlern und Studenten für das vorzeitige Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft öffentlich gedemütigt
Ob der Trainer wirklich verantwortlich für das "Versagen" der Mannschaft sei, ist fraglich. Angeblich hatte Kim Jong-Il höchstpersönlich taktische Ratschläge während der Spiele gegeben und so die sieben portugiesischen Tore erst möglich gemacht.
Quellen nannte die Sun keine.

28.07.2010

Nordkoreanisches Fußballteam "öffentlich gedemütigt"

Nach einem Bericht der südkoreanischen Zeitung Chosun Ilbo wurde das nordkoreanische Fußballnationalteam, welches während der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika Portugal 0:7 unterlag, angeblich - nach unbekannten nordkoreanischen Quellen von denen RadioFreeAsia berichtete - öffentlich gedemütigt. Der Trainer sowie alle Spieler mit Ausnahme der zwei in Japan geborenen Spieler Jong Tae-se und An Yong-hak mussten angeblich bereits am 2. Juli auf einer Bühne am Volkspalast für Kultur in Pjöngjang vor 400 Offiziellen, Sportlern und Studenten für sechs Stunden stehen und Kritik über sich ergehen lassen. Dabei seien die Spieler einzeln kritisiert wurden. Am Ende hätten die Spieler ihren Trainer kritisieren müssen.

Die Demütigung stand angeblich unter dem Motto "Kritik am Vertrauensbruch gegenüber Kim Jong-un", dem Sohn und Nachfolger Kim Jong-Ils. Des weiteren gebe es Gerüchte wonach der Trainer Kim Jong-hun aus der Arbeiterpartei ausgeschlossen wurde und in ein Konzentrationslager Zwangsarbeit verrichten müsse.

Dennoch lassen sich die Berichte wie gewohnt nicht verifizieren, da es unmöglich ist unabhängige Informationen aus Nordkorea zu ergattern. Es wird sich zeigen, welche Spieler und welcher Trainer beim nächsten  Spiel der nordkoreanischen Nationalmannschaft erscheinen. Zu hoffen ist diesselben wie bei der Weltmeisterschaft.

24.06.2010

Nachtrag zu den Konsequenzen für die nordkoreanische Mannschaft

Hier noch ein Nachtrag zu dem Artikel "Der nordkoreanische Fanblock, die Konsequenzen für die Mannschaft und weitere Absurditäten aus Kims düsteren Reich":

Die Niederlage der nordkoreanischen Fußballmannschaft gegen Portugal wurde - wie schon erwähnt - zum ersten Mal in der Geschichte Nordkoreas live im nordkoreanischen Staatsfernsehen übertragen. Nach dem vierten Tor der Portugiesen schwieg der nordkoreanische Kommentator bis zum Spielende jedoch. Viele Nordkoreaner seien über die Niederlage angeblich äußerst beschämt gewesen - es ist nur fraglich wieviele das Spiel bei mehr oder weniger drei Stunden Strom täglich überhaupt verfolgen konnten. Bei Chosun Ilbo heißt es jedoch:
The atmosphere in the North is said to be subdued after the rout. Kim Sung-min, who heads radio channel Free North Korea Radio, said, "We contacted North Koreans, and they said that they feel let down and upset. There are people who said they were so upset that they drank themselves senseless and that they can never forgive the players."

Ein ehemaliger Trainer Nordkoreas, der 2004 flüchten konnte, spekuliert, dass die Nordkoreaner als Strafe in eine Kohlemine geschickt werden könnten. Andere wiederum gehen davon aus, dass die nordkoreanische Nationalmannschaft eine gute Publicity für das Regime ist und daher keine Strafe zu fürchten hat - bis auf der Trainer:
The Ivorian national team were held for three days in a military camp after being eliminated in the first round of the African Cup of Nations.

21.06.2010

Der nordkoreanische Fanblock, die Konsequenzen für die Mannschaft und weitere Absurditäten aus Kims düsteren Reich

Updates siehe Ende des Beitrags

Eine Frage schoss mir schon direkt nach dem Spiel gegen Brasilien in den Kopf: Welche Folgen hat das Scheitern der nordkoreanischen Elf für die Mannschaft und deren Familien? Diese Frage schoss mir eben nach dem Spiel gegen Portugal, welches Nordkorea mit sieben Gegentoren total überfordert unterlag und damit keine Chancen mehr auf den Einzug ins Achtelfinale hat, erneut und viel drängender in den Kopf...

Eine Antwort auf diese Frage kann wohl keiner liefern. Wahrscheinlich und hoffentlich bleiben den Spielern schlimmere Konsequenzen erspart. Aber unberechtigt ist diese Frage gewiss nicht (via OneFreeKorea). (Auch der älteste Sohn Saddam Husseins lies Sportler, die versagten, brutalst bestrafen)

Nach den Worten des nordkoreanischen Trainers Kim Jong-hun droht der Mannschaft keine schlimmeren Konsequenzen durch den geliebten Führer Kim Jong-Il. Doch dabei muss man anmerken, ist es nicht schon eine grausame Konsequenz wieder nach Nordkorea, in das größte Gulag der Welt, zurück zu müssen? Dies gilt zumindest für die meisten Spieler, bis auf - soweit ich weiß - den in Japan geborenen nordkoreanischen Stürmer Jong Tae Se, der nach Japan zurückkehren wird.
Kurz nach dem Spiel gegen Brasilien, in welchem Nordkorea dem Favoriten lediglich 2:1 unterlag, kamen Gerüchte auf, wonach vier nordkoreanische Spieler verschwunden seien. Auf dem Spielberichtsbogen waren jene vier Spieler als abwesend bezeichnet wurden. Der nordkoreranische Trainer dementierte die Gerüchte. Das darauffolgenden Training fand mit allen Spielern statt. Es wäre aber sicherlich nicht verwunderlich, wenn einige Spieler Asyl in Südafrika suchen würden.

Gewiss wird Kim Jong-Il von der fatalen Niederlage gegen Portugal nicht begeistert sein. Er selbst würde "regelmäßig taktische Ratschläge während der Spiele mit einem Mobiltelefon geben, dass nicht sichtbar für das bloße Auge sei", so der nordkoreanische Trainer. Die Technologie habe der geliebte Führer selbstverständlich selbst entwickelt. Eine Niederlage würde ihn daher wenig erfreuen. Nichtsdestotrotz hat Nordkorea durch seinen WM-Auftritt 10 Millionen US-Dollar durch die FIFA verdient. Kein schlechter Deal. Mehr Geld wäre jedoch bei einem Weiterkommen der Nationalmannschaft drin gewesen. Das Schlimme ist, - darauf macht Dan Treadway bei Bleacher Report aufmerksam - da das nordkoreanische Team so abgeschottet ist, scheint es kaum möglich zu überwachen, ob die nordkoreanischen Spielern nicht etwa doch bestraft werden. Dem nordkoreanischen Regime ist schließlich - insbesondere nach der Versenkung der Cheonan - alles zu zutrauen.

Das Spiel gegen Portugal wurde im Übrigen live im nordkoreanischen Staatsfernsehen übertragen. Damit war die Niederlagen gegen Portugal die erste durchgehende Liveübertragung eines internationalen Fußballsspiels der nordkoreanischen Mannschaft. Das Spiel gegen Brasilien wurde in einer Aufzeichnungen am nächsten Abend gezeigt.

Besonders erschreckend - aber bittererweise auch sehr belustigend - war und ist der "nordkoreanische" Fanblock. Während die Brasilianer tanzten und jubelten, sah man einen kleinen verschreckten und passiven nordkoreanischen Fanblock, der in der Tat mehr chinesisch als nordkoreanisch war.
Bei den nordkoreanischen Fans handelt es sich vermutlich um insgesamt 1000 bezahlte chinesische Sänger und Schauspieler. Nordkoreanern selbst ist die Ausreise ohne entsprechende Genehmigung untersagt. Dennoch tauchten beim Spiel gegen Brasilien noch etwa 40 "nordkoreanische" Fans auf. Diese waren mit nordkoreanischen Fähnchen ausgerüstet und traditionell im kommunistischen rot gekleidet gewesen (siehe Video unten). Es heißt, dass es sich um extra rekrutierte Nordkoreaner handelte, die vom nordkoreanischen Regime auf den Trip nach Südafrika vorbereitet wurden. Jedenfalls - so berichtet die L.A.Times - waren Gespräche während der Partie Brasilien-Nordkorea unter den "Fans" eher rar. Sie saßen - in der Liveübertragung waren die Fans leider sehr selten zu sehen - angeblich äußerst passiv auf ihren Sitzen und reagierte nur, wenn ein Mann, der vor dem Fanblock stand, sie dazu wie ein "Dirigent" aufforderte.



Persönlich muss ich sagen, das nordkoreanische Auftreten bei der Fußballweltmeisterschaft wirkt äußerst surreal und zeigt den grausamen Charakter des nordkoreanischen Regimes: Eine Nation, die sich von einem bezahlten chinesischen Fanblock bejubeln lassen muss, da kein Nordkoreaner das Land verlassen darf, ein Team, dass äußerst abgeschottet trainiert und kaum Fragen von Journalisten beantwortet, ein in Japan geborener nordkoreanischer Stürmer, der während der Nationalhymne in Tränen ausbricht, und ein Trainer, welcher in höchsten Tönen vom geliebten Führer schwärmt.

Wie kann jemand nur ernsthaft dieses Regime legitimieren? Muss nicht jedem Betrachter der nordkoreanischen Spiele klar werden, was für ein krankes Regime sich hinter dieser Inszenierung verbirgt? Wie abartig absurd und traurig ist es eigentlich Menschen aus einem anderen Land einfliegen lassen zu müssen, um überhaupt irgendwelche Fans zu haben?

Das Ganze, das Spiel, die Spieler, der Fanblock ist pure nordkoreanische Propaganda. Reine Farce. Und nebenbei legitimiert die FIFA, in dem sie diesem Treiben eine Bühne bietet, die nordkoreanischen Schreckensherrschaft. Sollte in Folge der nordkoreanischen Niederlagen den nordkoreanischen Spielern und deren Familien irgendetwas widerfahren, dann macht sich die FIFA mitschuldig.


Weitere Links zu Korea:

Noch etwas Amüsantes am Rande:

Eben wurde ich auf folgendes Zitat aus der "nordkoreanischen Berichterstattung" in diesem Blog aufmerksam:
Terrified by the glorious DPRK’s unstoppable showing in the decadent, pointless, capitalist World Cup, the other 31 teams have forfeited the tournament, leaving the Chollima to go home champions. They defeated Portugal 6-0 and Brazil 22-0.
Ja, Nordkorea wäre eine solche Berichterstattung zuzutrauen. Bei der staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas KCNA gibt es noch nichts zu der Niederlage zu lesen.

Update:
Eben entdeckt: Bluthilde - Songun auf der Siegerstraße (Live-Coverage Demokratische Volksrepublik Korea – Brasilien)

Updates zur aktuellen Entwicklung:

15.06.2010

WM2010: Nordkorea gegen Brasilien...


Nordkorea: Bei Niederlage droht Gefängnisstrafe. Da gibt es keine Motivationsprobleme...


Heute abend, 20.30 Uhr, das Spiel der Spiele im ZDF: Nordkorea gegen Brasilien.

Mehr zur nordkoreanischen Elf bei NordkoreaInfo: Nordkoreas etwas andere WM-Vorbereitung: Chaostage bei der Chollima-Elf

09.03.2010

Venezuela: Gewaltspiele verboten

Soviel zur Freiheit in Venezuela. Das Gesetz zum Gewaltspieleverbot wurde nun ratifiziert:
Article 3
1. Violent video games: Video games or programs that can be use on personal computers, arcade systems, video game consoles, portable devices or mobile telephones, or any other electronic or telephonic device, that contain information or images that promote or incite violence and the use of weapons.

2. Violent toys: Objects or instruments that in form mimic any kind of weapon used by the National Bolivarian Armed Forces, weapons of war used by any other nation, citizen or state security forces, as well as those that, though not promoting war, establish the kind of game that stimulates aggressiveness or violence.

Article 13. Those who in any way promote the purchase or use of violent toys or video games as defined by this law will be punished with a fine of between 2,000 and 4,000 tax units.

Article 14. Those who import, manufacture, sell, rent, or distribute violent toys or video games will be punished with 3 to 5 years in prison.


via latamdaily / qj.net

Der Import oder Verkauf von "Killerspielen" wird von nun an mit 3 bis 5 Jahren Gefängnis bestraft. Chavez selbst nannte bereits alle Spiele, "in denen man Städte bombardiert" Teil einer "kapitalistischen Strategie, Gewalt zu säen und dann Waffen zu verkaufen."
"Diese Spiele, die PlayStation genannt werden, sind Gift. Einige Spiele bringen dir bei, zu töten. Sie haben mal mein Gesicht in ein Spiel gesetzt. 'Du musst Chavez finden und ihn töten.', hieß es dabei."

"Spiele bekräftigen das Verlangen nach Zigaretten, Drogen und Alkohol, damit sich diese Sachen besser verkaufen. Das ist Kapitalismus - der Weg in die Hölle."

via areagames & play3

Nicht Gewaltspiele sind der Weg in die Hölle, sondern vielmehr die sich immer stärker vermehrende Kontrolle des Staates, des Sozialismus des 21. Jahrhunderts.

19.02.2010

Videoooos... Lots of Videos

Too Late to Apologize: A Declaration


Mosquito killed by a Laser


Longboarding: Let Go


A Brief History of Pretty Much Everything


Vancouver City


Tokyo Sky Drive - Night


The Onion - O-SPAN: NASA Scientists Plan To Approach Girl By 2018


Kurzfilme:

Artikel:

Bilder:

via u.a. Telepolis und nochmal Telepolis und natürlich Nerdcore