26.12.2010

Boliviens Weg in den Sozialismus


Zeit Online - Wo man Diebe verbrennt


Eine Reise in die Dunkelheit: Bolivien will neben dem westlich geprägten Recht auch das Gesetz der Ureinwohner gelten lassen

Sofort freilassen!

Seit mehr als zwei Monaten hält der Iran die beiden deutschen Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch als Geiseln. Kaum ein Wort in den Medien hierzulande. Frohe Weihnachten!
So what’s Germany trying to achieve by engaging in its 26-year-old policy of “critical dialogue” with the mullahs? Well, the running joke about Germany’s former foreign minister Hans-Dietrich Genscher, who commenced the policy with Iran in 1984, was the real purpose of German-Iranian cooperation was to engage in “critical dialogue” about U.S. foreign policy.

Siehe auch FreeIranNow

Happy Communist Christmas!

'Cos there's a red star up on the christmas tree, a hammer for you, and a sickle for me


20.12.2010

Bilder aus Yonpyeong


Bilder der verlassenen südkoreanischen Insel Yonpyeong, welche die meisten der knapp 1400 Anwohner nachdem Angriff Nordkoreas verlassen haben. 

Mehr zur Lage auf der koreanischen Halbinsel sollte demnächst hier folgen. 

So einiges..


Liu [Xiaobo] is just one example of hundreds of innocent men and women around the world who are currently imprisoned because of their political views or for their defense of human rights. All over the globe, citizens who dare criticize repressive, nondemocratic regimes or call attention to human rights violations in their countries are regularly subjected to fraudulent criminal charges, unfair trials, and lengthy prison sentences. In commemoration of International Human Rights Day, here is a small list of some of the most prominent political prisoners from around the world


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Daniele Mastrogiacomo, italienisch-schweizerischer Kriegsreporter für die Zeitung «La Repubblica», hat ein vielbeachtetes Buch über seine Geiselhaft durch die Taliban geschrieben. Im Interview spricht er über die tägliche Angst, die Launenhaftigkeit seiner Peiniger und ihre Präzision beim Töten.


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    I'm in Love with Friedrich Hayek

    10.12.2010

    05.12.2010

    Berichte eines iranischen CIA-Agenten


    "I strongly think that the establishment running Iran right now is a messianic one, the true believers of Mahdaviat, those believing in the end of times. They have gone through centuries-old hadiths and believe that most of the signs of the return of the last Messiah have already taken place. The only one remaining is to destroy Israel, attack the oil fields in the Persian Gulf and European capitals, and activate their agents inside the U.S. [...] This is when they believe that Imam Mahdi will reappear, killing the rest of the infidels."

    04.12.2010

    Weil die Welt so ist, wie sie eben ist

    Aus den Depeschen ergibt sich ein realistischeres, weniger geschöntes Bild der Welt – man erkennt, wie gefährlich sie ohne die USA wäre.


    Anderer Artikel zum Thema: Das ist ein starkes Stück

    Das ist ein starkes Stück: Launischer Gaddafi lässt Uran am Flughafen rumliegen, USA verhindern Schlimmeres

    Man kann von Wikileaks halten was man möchte, aber eines beweisen die veröffentlichten Daten von Wikileaks: Verschwörungstheorien sind paranoides Geschwafel irgendwelcher Spinner. Die Welt wird nicht von irgendwelchen Gruppierungen regiert, die USA arbeiten nicht heimlichen mit den Iran zusammen und sind auch gar nicht so bösartig wie der vorbidliche Antiamerikaner immer behauptet. Kurz: Die Welt ist komplex und chaotisch oder mit den Worten Alan Moores:
    The main thing that I learned about conspiracy theory is that conspiracy theorists actually believe in a conspiracy because that is more comforting. The truth of the world is that it is chaotic. The truth is, that it is not the Jewish banking conspiracy or the grey aliens or the 12 foot reptiloids from another dimension that are in control. The truth is more frightening, nobody is in control. The world is rudderless.

    Der eigentliche Grund für diesen kurzen Beitrag ist aber eher folgender erschreckender Artikel bei WADIblog, der sich auf einen Artikel aus The Guardian über den lybischen Diktator Gaddafi und dessen Atomprogramm bezieht: Diplomatic cables: Gaddafi risked nuclear disaster after UN slight


    Beängstigend das Verhalten Gaddafis, welches aus den Wikileaks-Dokumenten hervorgeht. Und er ist bei Weitem nicht er einzige Irre. Und da erzählt mir noch jemand, Diktatoren würden stets rational handeln... aber ein Glück ist immerhin noch die USA einigermaßen bemüht, dem ganzen irrsinnigen Treiben Einhalt zu gewähren. Ohne sie wäre diese Welt wahrlich schon im Abgrund. God bless the United States of America.

    30.11.2010

    To Claire; From Sonny

    Heimliche Aufnahmen aus Nordkorea

    Verstörende Aufnahmen aus Nordkorea, die unter anderen eine abgemagerte 23-jährige Nordkoreanerin zeigen, die Gras sammelt:


    One day, these people are going to hold their oppressors accountable. The more I see, the more convinced I become that we should teach them how, and then arm them. North Korea needs a revolution, and no peaceful revolution can possibly succeed in such a place. When governments become destroyers of humanity, it is the right of the people to alter or abolish them. I see no other way.

    25.11.2010

    "Der Verteidiger der Gerechtigkeit" - die nordkoreanische Armee - übt sich in "übermenschlicher Selbstkontrolle"


    "The DPRK that sets store by the peace and stability of the Korean Peninsula is now exercising superhuman self-control but the artillery pieces of the army of the DPRK, the defender of justice, remain ready to fire.
    " (Hervorhebung durch den Autor)

    Wenn nicht Menschen sterben würden, dann hätte das alles Potenzial für eine herrliche Komödie - mit der DVRK als Verteidiger der Gerechtigkeit und Meister der übermenschlichen Selbstkontrolle.


    Weitere Artikel:
    Finally, every time the North does one of these things, the response of the rest of the world actually, brings about benefits. After the "official condemnations" die down and the sanctions are proved to be ineffective -- as they inevitably are when pitched against a country in which the will or discomfort of the people does not exactly drive the political system -- North Korea gets a reward of some sort, a deal, an aid package, energy supplies, food. Best of all, the rest of the world accepts its word on vital matters even though North Korea has never ever kept its promises.


    Und hier noch eine nette Karikatur von Dry Bones zu Obama und North Korea

    24.11.2010

    Bilder aus Yeonpyeong


    Inzwischen ist die Anzahl der Getöteten auf vier gestiegen - zwei Soldaten und zwei Zivilisten. Ein Wunder, dass bei der Zerstörung nicht mehr Menschen getötet wurden.



    Mehr hier:

    Update:

    Nordkorea greift südkoreanische Insel an





    Um 14:34 Uhr Ortszeit begann die Demokratische Volksrepublik Korea die südkoreanische Insel Yeonpyeong eine Stunde lang mit mehr als 100 Artelleriegranten zu bombardieren, von welchen 50 die Insel direkt trafen. Auf der Insel, die Standort einer südkoreanische Militärbasis ist, leben knapp über 1000 Menschen, größtenteils Fischer mit ihren Familien. Zwei südkoreanische Soldaten wurden getötet, dutzende wurden verletzt, darunter auch drei Zivilisten. Mehr als 50 Häuser gerieten in Brand. Das südkoreanische Militär reagierte auf die Bombardierung mit Geschützfeuer.
    Viereinhalb Stunden zuvor hatte Südkorea mit einer regulären militärischen Übung in den Gewässern um die Insel begonnen. Bereits davor hatte Nordkorea den Süden vor einer derartigen "Provokation" gewarnt.

    Der südkoreanische Präsident Lee kündigte im Falle weiterer nordkoreanischer Aktivitäten eine "enorme Vergeltung" an. Unterdessen macht der Norden über den Internetauftritt seiner staatlichen Nachrichtenagentur KCNA deutlich, dass Südkorea der Provokatur gewesen sei. Dort ist zu lesen:
    The south Korean puppet group perpetrated such reckless military provocation as firing dozens of shells inside the territorial waters of the DPRK side around Yonphyong Islet in the West Sea of Korea from 13:00 on Nov. 23 despite the repeated warnings of the DPRK while staging the war maneuvers for a war of aggression on it codenamed Hoguk, escalating the tension on the Korean Peninsula. [...]
    The revolutionary armed forces of the DPRK standing guard over the inviolable territorial waters of the country took such decisive military step as reacting to the military provocation of the puppet group with a prompt powerful physical strike.
    It is a traditional mode of counter-action of the army of the DPRK to counter the firing of the provocateurs with merciless strikes.
    Should the south Korean puppet group dare intrude into the territorial waters of the DPRK even 0.001 mm, the revolutionary armed forces of the DPRK will unhesitatingly continue taking merciless military counter-actions against it.
    It should bear in mind the solemn warning of the revolutionary armed forces of the DPRK that they do not make an empty talk. [...]

    Nordkorea droht und provoziert weiterhin und propagiert sich selbst als Opfer. Sollte die "südkoreanische Marionettenregierung" in nordkoreanischen Gewässer auch nur zu "0.0001 mm" eindringen, würde die nordkoreanische Armee mit einer "gnadenlosen militärischen Gegenmaßnahme" reagieren.
    Da zuvor eine südkoreanische Militärübung stattfand, wäre es durchaus möglich, dass  Granaten nach nordkoreanischer Grenzziehung in nordkoreanischen Gewässer niedergingen. Doch dies rechtfertig keinesfalls eine derart gezielte und hinterhältigte Reaktion seitens Nordkoreas. Nordkorea schoss gezielt mehr als 100 Granaten auf eine südkoreanische Insel und nahm damit nicht nur die Ermordung von Soldaten, sondern auch von Zivilisten in Kauf.

    Für die Gründe des nordkoreanschen Angriffs finden sich wie immer nur Spekulationen.  Diesmal scheint die Lage aber noch verworrener. Dass der Angriff von offizieller nordkoreanische Seite nicht abgesegnet wurde, sprich irgendein nordkoreanischer General eigenmächtig gehandelt hat, kann größtenteils ausgeschlossen werden. Dies lässt sich beispielsweise auf die doch sehr rasche Reaktion der staatlichen Nachrichtenagentur  zurückführen (die sich im Falle der Cheonan einige Zeit mit einer Meldung zurückhielt). Es scheint eher für eine geplante, von hoher Stelle genehmigte, Reaktion zu sprechen.
    Aber warum? Hätte man Aufmerksamkeit gewollt, wäre es da nicht eventuell überlegter gewesen einen  weniger brutalen Zwischenfall während des G20-Gipfels in Seoul vor eineinhalb Wochen zu inszenieren, statt wie jetzt tatsächlich eine Eskalation in Kauf zu nehmen? Besteht ein Zusammenhang zur Machtübergabe an Kim Jong Un oder zur Enthüllung der neuen Urananreicherungsanlage? Will man Südkorea zum Einlenken bringen und Stärke beweisen? Ist man über die erneuten US-Sanktionen frustriert?

    Nordkorea hat mit diesem Angriff eine weitere Grenze überschritten. Bereits mit der Versenkung der Cheonan im März überraschte Nordkorea den Süden und den Rest der Welt. Nun aber vollkommen offensichtlich einen Angriff auf eine südkoreanische Insel auszuführen und dabei nicht einmal vor der Ermordung von Zivilisten zurückzuschrecken, treibt die koreanische Halbinsel geradewegs in einen unausweichlichen Krieg. Eine militärische Reaktion des Südens wäre nun durchaus nachvollziehbar, aber eventuell genau das, was Nordkorea anstrebt. Wenn aber nicht einmal das Versenken der südkoreanischen Korvette Cheonan eine Kriegserklärung war, und nun das Beschießen von Zivilisten, was ist dann eine Kriegserklärung? Die Einnahme einiger Inseln? Der Einmarsch in Seoul?
    Was will Nordkorea mit einem derartigen übertriebenen Angriff bezwecken? Will die Führung wirklich einen Krieg mit einem heorischen Abgang provozieren, welcher definitiv den Untergang des Regimes einläuten würde, oder nur einen begrenzten Konflikt, um vor innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken? Oder geht es eventuell um etwas ganz anders? Herrscht Uneinigkeit in der Führungsriege? Will man testen, wie weit man gehen kann? Amüsiert sich das Militär und Kim Vater und Sohn über jede Verurteilung und Entrüstung, die sie von einem Staatschef erhalten? Will sich Kim Jong Un Respekt beim Militär verschaffen?
    Es ist manchmal  fraglich, ob man dem Regime und seinen Schergen in irgendeiner Weise noch "Rationalität" mit dem Ziel der Regimeaufrechterhaltung unterstellen kann.

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    Joshua Stanton bei OneFreeKorea schlägt als Reaktion auf den nordkoreanischen Angriff entweder die gezielte Zerstörung militärischer Einrichtungen im Norden vor, die eine direkte Gefahr für den Süden darstellen würden, oder das endgültige Ende für Kims Regime auf nicht-militärischen Wege über die Kräfte des Marktes und der Freiheit.

    Zettel erinnert Nordkoreas Verhalten an die Politik Hitlers, der immer wieder die Schmerzgrenze der Alliierten erneut testete. Denn bei Stratfor lässt sich lesen:
    Over the years, North Korea has slowly moved the “red line” regarding its missile program and nuclear development. It was always said that North Korea would never test a nuclear weapon because it would cross a line that the United States had set. Yet North Korea did test a nuclear weapon in October 2006, and then another in May 2009, without facing any dire consequences. This indicates that the red line for the nuclear program was either moved, or was rhetorical. The main question after the Nov. 23 attack is whether Pyongyang is attempting to move the red line for conventional attacks. If North Korea is attempting to raise the threshold for a response to such action, it could be playing a very dangerous game.

    [...]

    What is it that South Korea is afraid of in the North? North Korea gives an American a guided tour of a uranium enrichment facility, then fires across the NLL a couple of days after the news breaks. The South does not respond. It seems that South Korea is afraid of either real power or real weakness in the North, but we do not know which.

    Das nichts passiert ist, würde ich so nicht sagen. Schließlich gab es erneute, durchaus vielversprechende Sanktionen. Nordkorea treibt ein mysteriöses und sehr gefährliches Spiel.
    Erst ermordete man im März diesen Jahres 46 Seeleute der Cheonan, nun bombardierte das Regime hinterhältig eine südkoreanische Insel mit Zivilisten. Was folgt als nächstes?

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    Leider habe ich kaum Zeit mich gerade näher mit dem Blog und der Lage um die koreanische Halbinsel zu befassen, daher hier noch einige Links:

    20.11.2010

    Die deutschen Geiseln im Iran

    Ein ungutes Schweigen umgibt den Fall der beiden deutschen Journalisten, die vom iranischen Regime mit Spionagevorwürfen ins Gefängnis gesteckt wurden, weil sie über die drohende Steinigung Sakineh Ashtianis berichten wollten. Am Montag wurden die beiden wie Kriegsbeute im iranischen Fernsehen vorgeführt. Getrennt voneinander antworteten sie auf Fragen. Was sie sagten, war nicht zu verstehen, der Ton ihrer Stimmen wurde vom Kommentar in Farsi überdeckt. [...]

    Die US-Notenbank

    15.11.2010

    SPD und NPD

    Ein SPD-Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt besucht den Bundesparteitag der rechtsextremen NPD. Dabei kann er "kaum einen Satz" finden, den er "nicht selbst hätte unterschreiben können".

    05.11.2010

    Bewegte Bilder der nordkoreanischen Militärparade

    Unglaublich scharfe und beeindruckende Aufnahmen der vergangenen Militärparade in Pjöngjang anlässlich der Parteikonferenz. Das Originalvideo der britischen Guardian gibt es hier. Lustig sind die alten Filmkameras, welche man zeitweise sehen kann.

    31.10.2010

    More Neuroscience

    “Many people enjoy the sense of control over their fear, turning it on and off, that an imaginary situation such as a movie produces,” said Goosens.

    Goosens added that everyone experiences this hormonal high differently. For some, the pleasurable sensations override the terrifying images on the movie screen. Those who don’t enjoy scary movies, she hypothesized, may either have a weaker hormonal response that provides less pleasure and doesn’t cancel out the negative images, or a stronger response that pushes everything to the next, very uncomfortable step.


    26.10.2010

    Broca und Wernicke-Aphasie

    In den folgenden beiden Videos ist Sarah Scott zu sehen, die mit 18 Jahren einen ischämischen Schlaganfall erlitt und seitdem unter der Broca-Aphasie leidet. Dabei handelt es sich um eine Sprachstörung, die durch die Beschädigung der Broca-Area im Frontallappen verursacht wurde. In Folge der Beschädigung ist es Sarah nicht mehr möglich fließende und ganze Sätze zu bilden. Dank viel Sprachtraining (siehe Video 2) kann sie inzwischen besser sprechen.





    Die Broca-Aphasie steht im Gegensatz zur Wernicke-Aphasie, einer weiteren Sprachstörung, die bei einer Beschädigung der Wernicke-Area auftritt. Hierbei ist zwar die Produktion von Wörtern und Sätzen nicht gestört, aber dafür das Verständnis. Dies führt dazu, dass der Betroffene sinnlose und zusammenhangslose Sätze bildet.

    24.10.2010

    The neuroscience of falling in love

    A new meta-analysis study conducted by Syracuse University Professor Stephanie Ortigue reveals falling in love can elicit not only the same euphoric feeling as using cocaine, but also affects intellectual areas of the brain. Researchers also found falling in love only takes about a fifth of a second.


    Und entschuldigt, dass hier gerade so wenig passiert, aber ich bin irgendwie ziemlich beschäftigt. Es studiert sich eben nicht von alleine.

    20.10.2010

    VBS.tv - Vice Guide To Film: Gaspar Noé

    This is totally fucked up.

    Argentinian born, French filmmaker Gaspar Noe is the most notorious punk rock auteur in cinema today. His first two films, “I Stand Alone” and “Irreversible,” are fucked up punch-in-the-face film experiences that combine dark sex with dark violence. And drugs. Gaspar is, on paper and in practice, the perfect Vice director. A few months ago our friend Harmony Korine called us going on and on about Gaspar, who was shooting a film in the sex clubs of Tokyo while using the Japanese Yakuza mafia as his “locations managers.” According to Harmony, the film set was like nothing he had every seen before. Gaspar was given unprecedented access to areas of Tokyo (Shinjuku and Kabukicho) that are literally off-limits to “gaijin” (foreigners) let alone to camera crews. Somehow Gaspar negotiated his way into the neighborhood for 3 months to shoot something called “Enter the Void.” The film is a psychedelic sex melodrama (he says) that he’s page script with no dialogue. Information about the film is sketchy at best and Gaspar Noe is notorious for not leaking information about his films beforehand. But with an introduction from Harmony and a Japanese cell phone number we decided that trying to find Gaspar Noe in Tokyo’s red light district was like the perfect Vice film storm. Along the way we recap the decade of sex, drugs and lunacy that defines all things VICE.




    Weitere Links:

    Der böse reiche Mann und die Bush Tax Cuts

    19.10.2010

    Wie Innovation zur Rettung der verschütteten Minenarbeiter in Chile beitrug


    The Center Rock drill [...] is in fact a piece of tough technology developed by a small company in it for the money, for profit. That's why they innovated down-the-hole hammer drilling. If they make money, they can do more innovation.

    This profit = innovation dynamic was everywhere at that Chilean mine. The high-strength cable winding around the big wheel atop that simple rig is from Germany. Japan supplied the super-flexible, fiber-optic communications cable that linked the miners to the world above. [...]

    Samsung of South Korea supplied a cellphone that has its own projector. Jeffrey Gabbay, the founder of Cupron Inc. in Richmond, Va., supplied socks made with copper fiber that consumed foot bacteria, and minimized odor and infection.

    11.10.2010

    Mehr aus Nordkorea: The Big Picture

    Beeindruckende Bilder der Parade zum 65. Geburtstag der Arbeiterpartei und zur Einführung des neuen nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un aus aus Pjöngjang

    10.10.2010

    Neues aus Nordkorea

    Da ich selbst eher zu einer konservativen außenpolitischen Einstellung im Sinne von Sanktionen und Abschreckungen gegenüber Schurkenstaaten neige, muss ich diese Einstellung nach der Teilnahme an einem Wochenendseminar der liberalen Friedrich Naumann-Stiftung über die koreanische Halbinsel im Bezug auf Nordkorea nochmals überdenken. Dazu wohl später mehr.

    Jetzt erstmal aus Zeitgründen nur einige aktuelle Videos aus Nordkorea, auf denen der gegenwärtige Führer Kim Jong-Il und sein Sohn und Nachfolger Kim Jong-un zu sehen sind.



    Die Freiheit ist ein Recht aller Menschen



    Lius Beispiel erinnert uns an eine simple Wahrheit: Wo unbescholtene Menschen in Arbeitslager verschleppt und in Gefängnisse gesperrt werden, nur weil sie sich weigern, das eigene Denken aufzugeben, da gibt es keine Kultur. Dort herrscht die Barbarei.

    05.10.2010

    Boliviens Präsident tritt zu... im wahrsten Sinne des Wortes


    Bei einem Juxmatch anlässlich einer Sportplatzeröffnung rächte sich Evo Morales auf sehr unschöne Weise an einem Kontrahenten von der Opposition. Er rammte ihm das Knie zwischen die Beine.

    Ich schäme mich...

    Als Beinahe-Stuttgarter muss ich ganz ehrlich sagen: Ich schäme mich.


    Einerseits schäme ich mich für den unverhältnismäßig übertriebenen Polizeieinsatz vom vergangenen Donnerstag gegen Kinder und Jugendliche, bei dem zum ersten Mal seit 40 Jahren in der schwäbischen Landeshauptstadt Stuttgart Wasserwerfer eingesetzt wurden. Viele Demonstranten wurden dadurch verletzt, darunter auch Kinder. Soetwas darf nicht passieren. Niemals darf der Staat Demonstranten und schon gar nicht Kinder verletzen, die größtenteils friedlich demonstrierten. Das ist eine Schande.
    Anderseits schäme ich mich auch für einen großen Teil der Demonstranten, die sich einfach nur peinlich, ja geradezu schändlich verhalten.
    Ebenso frage ich mich, warum die Teilnehmer der Schülerdemo vom Donnerstag die Dreistigkeit besaßen auf Polizei-LKWs mit Absperrgittern zu klettern und null Respekt den Beamten gegenüber zeigten. Warum waren dort überhaupt Kinder und Schüler? Und warum setzten sie sich derartigen Gefahren aus? Nur wegen ein paar Bäumen? Es ist traurig zu sehen, dass besonders viele junge Menschen sich gegen das Großprojekt Stuttgart21 derartig energisch und verblendet stark machen als wöllten sie die Menschheit vor der Apokalyse retten. Es lässt sich alles finden, von abstrusen DDR/BRD-Vergleichen über skurrile religiöse Mahnmale, Eltern die ihre Kinder mit zur Demo schleppen, bis hin zu Bäume-haben-eine-Seele Behauptungen. Ich kann den übertriebenen Widerstand nicht nachvollziehen. Aber soetwas von Null. 
    Als ich gestern die Montagsdemonstration im Schlossgarten besuchte, an der angeblich 54.700 Menschen teilnahmen, war ich einerseits amüsiert, anderseits erschüttert von der volksfestähnlichen Stimmung vor Ort als auch von der überheblichen Art der Demonstranten - von denen viele im Übrigen entgegen der CDU-Behauptungen um 18.00 Uhr abends nicht den Eindruck von Berufsdemonstranten machten. Bei mir verfestigte sich jedenfalls der Eindruck, als ginge es bei Stuttgart 21 um etwas Übernatürliches.


    Eines muss man mal definitiv anmerken: Es gibt viele Punkte, die für Stuttgart 21 sprechen und es gibt viele Punkte, auch liberale, die gegen das sozialistische Großprojekt sprechen. Aber alles im Allem muss ich zugeben, dass hinter dem Projekt viel mehr steht als ein unterirdischer Durchfahrtsbahnhof. Das Projekt ist ein ökonomisch höchst komplexes und durchdachtes Vorhaben, über dessen Erfolg, Sinn und Unsinn ich nicht urteilen kann. Ich kann nicht sagen, ob es klug oder dumm ist. Aber ich kann sagen, es ist töricht zu denken, man könnte über das Projekt urteilen und dann derartig Widerstand zu leisten - so wie viele Demonstranten es tun.

    Ich bin die Diskussion satt und schäme mich im Grunde genommen für sie. Sollen sie endlich diesen bescheuerten Bahnhof bauen. Wann hat Baden-Württemberg sonst jemals wieder die Chance soviel Geld zu nehmen, wo es doch sonst seit jeher immer nur ein Geberland ist.


    Gut, dass es doch noch Menschen mit Prinzipien gibt

    Sam Harris stellt sein neues Buch bei Jon Stewart vor

    04.10.2010

    Godwin's Law

    Godwin's Law

    “As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.”

    01.10.2010

    Stuttgart 21: "Bürgerkriegsähnliche" Szenen

    Der Giftgaseinsatz gegen Kinder, der Waschzwangsterror gegen Demonstrant_innen – das alles erinnert an das Vorgehen der israelischen Apartheidregierung gegen die friedlichen Protestierer_innen in Gaza.

    [...]

    Der Großteil der kritischen Bürger_innen gegen Stuttgart 21 demonstriert hauptamtlich, ist also hauptberuflich Widerstandskämpfer_in und hat noch nie im Leben auch nur einen Schlag fremdbestimmt gearbeitet - und die Schüler_innen, die an der Demonstration teilgenommen hatten, machten dies nur, weil das Teil ihrer Projektarbeit zum Thema „Polizeigewalt im Dritten Reich und in dessen Nachfolgestaat BRD“ war.

    Update: Ich schäme mich...

    29.09.2010

    Vorurteile in Europa

    Einige amüsierende Karten des Künstlers Yanko Tsvetkov: Mapping European Stereotypes

    So sehen Italiener, Franzosen, Briten, Bulgaren, US-Amerikaner, Schwule und Deutsche Europa:

    Witz des Tages

    Wahnsinn: Cem Özdemir nimmt den Helikopter von Stuttgart Flughafen zum Hbf, da ihm der Zug zu lange braucht.

    Nach der Umsetzung von Stuttgart 21 würde die Bahn vom Flughafen zum Hauptbahnhof nur noch 8 Minuten benötigen.

    UN will Weltall-Botschafter ernennen, um Außerirdische zu begrüßen

    Was wenn außerirdisches Leben auf der Erde landet? Mit wem sollen sie reden? Wer soll die Erde repräsentieren und die Aliens willkommen heißen? Ein sehr wichtige Frage, die man im Angesicht des Völkermordes im Sudan, der brutalen Angriffe der Taliban und der unaufhörlichen Massenvergewaltigung in Zentralafrika, dringend beantworten muss. Geht es nach den Vereinten Nationen soll das Mazlan Othman, eine malaysische Astrophysikerin, übernehmen. Gut, dass das mal geklärt wurde. Was wären wir nur ohne die UN?

    26.09.2010

    Zitat des Tages [Update]

    "Die für 2012 geplante Konferenz zur Einrichtung einer Zone von Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten ist eine große Chance für Frieden und Sicherheit in dieser Region."
    Guido Westerwelle bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung (via Die Presse)

    Update:

    25.09.2010

    Warum?


    DAD: Why do I use soap?
    SARAH: Yes.
    DAD: Because the soap grabs the dirt and lets the water wash it off.
    SARAH: Why?
    DAD: Why does the soap grab the dirt?
    SARAH: Yes.
    DAD: Because soap is a surfactant.
    SARAH: Why?
    DAD: Why is soap a surfactant?
    SARAH: Yes.
    DAD: That is an EXCELLENT question. Soap is a surfactant because it forms water-soluble micelles that trap the otherwise insoluble dirt and oil particles.
    SARAH: Why?
    DAD: Why does soap form micelles?
    SARAH: Yes.
    DAD: Soap molecules are long chains with a polar, hydrophilic head and a non-polar, hydrophobic tail. Can you say ‘hydrophilic’?
    ...

    Was sich so in Nordkorea abspielt...

    In Nordkorea tut sich was. Der geliebte Führer Kim Jong-Il regelt wohl nun tatsächlich im Angesicht seines Schlaganfalls und möglichen Todes seine Nachfolge. Vorraussichtlich wird nächste Woche am 28. September auf einer der wenigen Delegiertenkonferenzen, der ersten seit 44 Jahren, sein 28-jähriger Sohn Kim Jong-un indirekt die Herrschaft über das ostasiatische Land erhalten. Indirekt, da ihm wohl erst einige höheren Ämter übertragen werden, um so später seinen Weg zum neuen geliebten Führer Nordkoreas zu ebnen. Den Schulkindern werden angeblich bereits Loblieder auf Kim Jong-un eingetrichtert.
    Neben der Bestimmung eines Nachfolgers wird auf dem Kongress auch über die Zukunft für ein prosperierendes Nordkoreas entschieden, wie etwa Änderungen in der parteilichen Hierarchie oder die Machtaufteilung zwischen Arbeiterpartei und Militär. Da niemand einen direkten Einblick in die Machenschaften des isolierten Regimes hat, könnten die dortigen Entscheidungen auch eine Öffnung Nordkoreas und ein Ende der Tyrannei einleiten. Besonders durch die Verschärfung der Finanzsanktionen könnte das Regime, beziehungsweise die neue Führung, zu stärkeren Kompromissen bereit sein. Hinzu kamen jene zerstörerischen Fluten Ende August, welche die Lage im desolaten Nordkorea weiter verschärft haben. Dennoch ist es fraglich, ob Nordkorea wirklich von der Juche-Politik abschwört.


    Nun "Neues" zur Befreiung Aijalon Mahli Gomes. Weder von der ehemaligen nordkoreanischen Geisel Gomes noch von Jimmy Carter finden sich irgendwelche relevanten Stellungnahmen. In einem Editorial bei der New York Times von Jimmy Carter gibt dieser jedoch wenig Überraschendes bekannt: Nordkorea sei an einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sowie an einem Friedensvertrag interessiert. Im nächsten Absatz schreibt der 85-Jährige dann:
    The components of such an agreement have been fairly constant over the past 16 years, first confirmed in 1994 by the United States and Kim Il-sung, then the North Korean leader, and repeated by a multilateral agreement negotiated in September 2005.

    Kurzer Rückblick: Die Rede ist vom sogenannten Genfer Rahmenabkommen aus dem Jahre 1994, an dem Jimmy Carter maßgeblich beteiligt war. Das Abkommen sah eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel vor, verbot aber fatalerweise nicht die Urananreicherung. 8 Jahre später trat Nordkorea endgültig aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. Auch die genannten Sechsparteiengespräche im September 2005 waren erfolglos. Ein Jahr später, im Oktober 2006 zündete Nordkorea seine erste Atombombe. Es ging immer um die Normalisierung der Beziehungen und ein Ende der atomaren Bestrebungen seitens Nordkoreas. Und es war immer erfolglos. Immer dasselbe Spiel
    Nun - so meint Carter - will Nordkorea erneut eine Normalisierung und eine denuklearisierte koreanische Halbinsel. Man solle endlich wieder mit den Irren aus Pjöngjang reden, lautet Carters naiver Ratschlag. Die Versenkung der Cheonan und dier Ermordung der 46 Seeleute erwähnt er nicht einmal. Auch nicht, ob Gomes Strafe von 700.000 Dollar bezahlt wurde.


    Weitere Links:

    Update: