16.03.2012

Nordkoreanische Spielchen und die Nichtigkeit von Vereinbarungen [Update]

Update: Dass die beiden Raketen faktisch gleich sind, stimmt wohl doch nicht so ganz.

Man hatte gehofft unter Kim Jong-un würde es anders werden, dass Nordkorea eventuell endlich mit seinen ewigen Spielchen aufhöre. Doch seit heute ist klar, Nordkorea wird sich erneut nicht an seine Vereinbarungen halten. Die Vereinbarung mit den USA, unter anderem keine Langstreckenraketen mehr zu testen, ist nicht einmal 3 Wochen alt.

So hat entgegen der Vereinbarung, Nordkorea ein Raketentest... eh "Satellitenstart" zum 100. Geburtstag Kim Sung-Ils am 15. April angekündigt. Dabei besteht faktisch kein Unterschied zwischen der Unha-Langstreckenträgerrakete, die friedlichen Zwecken dienen soll und für den besagten "Satellitenstart" verwendet werden soll, und einer Paektusan, welche kriegerischen Zwecken dient und auf der Taepodong-1 Rakete, einer Mittelstreckenrakete basiert.

Dieser angekündigte Start verstößt nicht nur gegen die drei UN-Resolution 1874, 1718 und 1695,  sondern auch gegen die Vereinbarung mit den USA von Ende Februar. Damals veröffentlichte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur folgendes Statement:
The DPRK, upon request by the U.S. and with a view to maintaining positive atmosphere for the DPRK-U.S. high-level talks, agreed to a moratorium on nuclear tests, long-range missile launches, and uranium enrichment activity at Nyongbyon and allow the IAEA to monitor the moratorium on uranium enrichment while productive dialogues continue.
[Hervorhebung durch den Autor]

Überraschend, dass Nordkorea so schnell seine Vereinbarung bricht. Gespannt darf man auf die Reaktion Obamas sein. Die USA hat die Ankündigung bereits als Provokation verurteilt, aber ob die Nahrungsmittel dennoch geliefert werden? Es sollte jedoch klar sein, es ist immer dasselbe Spielchen mit Nordkorea. 

Mehr dazu:

Hier noch eine mögliche Strategie, wie man das Regime entwaffnen könnte: Piie - North Korea: Witness to Transformation

15.03.2012

Mehr zu Kony 2012

Während die Aktion Kony 2012 weiterhin auf heftige Kritik stößt, gibt es auch lobende Worte
Irgendwie liegt der Fokus meines Erachtens auch zu sehr auf Uganda. Die wahren Verbrechen der LRA werden heute im Kongo, dem Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik verübt. Uganda selbst hat mit anderen Problemen zu kämpfen - wie einem Diktator, der seit 1986 dank eines Einparteiensystems an der Macht ist.
‎"When a warlord continues to kill and torture across a swath of Congo and Central African Republic, that’s not a white man’s burden. It’s a human burden."

Mehr Nordkorea-Bashing: North Korean Photoshop Tutorial


Assad EMails geleakt

Mehr als 3000 EMails des privaten EMail-Kontos von Bashar Assad und seiner Frau Asma wurden der britischen Zeitung The Guardian von der syrischen Opposition zu gespielt. In diesen EMails - von deren Echtheit The Guardian größtenteils überzeugt sei - geht unter anderem hervor, dass Syrian Ratschläge des Irans zu Niederschlagung der Proteste annahm, Assad sich über seine Reformen lustig machte und tausende Dollar für Luxusprodukte im Internet ausgibt.

Ferner kamen auch noch einige Skurrilitäten zu tage: Um US-Sanktionen zu umgehen, meldete sich Assad bei iTunes einfach unter anderem Namen an und mit Wohnsitz in New York. So konnte er bei iTunes ungestört Musik downloaden. Dazu zählte 'Don't Talk Just Kiss' von Right Said Fred, 'Bizarre Love Triangle' von New Order und 'Sexy and I Know It' von LMFAO.

14.03.2012

The Adventures of Kim Jong Un

Rauferei bei der UN in Genf

So haben sich bei den Vereinten Nationen in Genf südkoreanischen Delegierte mit nordkoreanischen Delegierten gerauft. 
Die südkoreanischen Gesetzgeber waren mit dem Ziel nach Genf gekommen, einen Antrag im UN-Menschenrechtsrat zur Rettung 30 nordkoreanischer Flüchtlinge in China einzureichen. China will die Flüchtlinge zurück nach Nordkorea schicken, wo ihnen harte Strafen, womöglich sogar die Todesstrafe droht. Obwohl Nordkorea der Antrag überhaupt nicht gefiel, ging die Rauferei wohl von südkoreanischer Seite aus.


Systematische Folter in Syrien

KCTV Nachrichten mit neuem Hintergrund

Die Nachrichtensendung von Korea Central Television hat ihr Erscheinungsbild verändert.

Hier nochmal das alte statische Erscheinungsbild:

und hier das neue:

Unfassbar. Dieses neuartige Erscheinungsbild. Ein computer-generierter Hintergrund! Wow. Was heutzutage alles möglich ist. Auch in Nordkorea. Seit 10. März 2012.

Jon Stewart über Kony 2012