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09.12.2012

Kony, M23, and the Real Rebels of Congo

Eine Vice-Dokumentation über das Chaos und die Komplexität im Osten Kongos, den Einsatz der UN-Friedenstruppe, und die dort operierenden Rebellengruppen, wie LRA und M23. Da es sich um eine Vice-Dokumentation handelt, sollte man das ganze nicht zu ernst nehmen, aber interessant und sehenswert ist es allemal. 

Inzwischen sind die M23-Rebellen wieder aus der Millionenstadt Goma abgezogen. Sie hatten die Stadt 11 Tage lang Ende November besetzt.

15.03.2012

Mehr zu Kony 2012

Während die Aktion Kony 2012 weiterhin auf heftige Kritik stößt, gibt es auch lobende Worte
Irgendwie liegt der Fokus meines Erachtens auch zu sehr auf Uganda. Die wahren Verbrechen der LRA werden heute im Kongo, dem Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik verübt. Uganda selbst hat mit anderen Problemen zu kämpfen - wie einem Diktator, der seit 1986 dank eines Einparteiensystems an der Macht ist.
‎"When a warlord continues to kill and torture across a swath of Congo and Central African Republic, that’s not a white man’s burden. It’s a human burden."

11.03.2012

Zu Kony 2012

Nachdem beinahe jeder in letzter Zeit entweder das Kony 2012 Video im Netz geteilt hat oder sich darüber kritisch geäußert hat, möchte ich nun auch meinen Senf dazu gegeben: 
  • Es ist gut, dass endlich mal mehr Menschen über Joseph Kony und die fürchterlichen Verbrechen der LRA Bescheid wissen. Das Video wurde inzwischen mehr als 71 Millionen Mal angeklickt.
  • Es ist gut, Joseph Kony zu stoppen.
  • Es ist gut, Joseph Kony vor dem Internationalen Strafgerichtshof für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen.
  • Es ist gut, dass auch militärische Optionen zur Auffindung Joseph Konys in dem Video unterstützt werden. Er hat lange genug sein Unwesen getrieben und oft genug die Angebote der internationale Gemeinschaft missbraucht.
  • Es ist gut, dass das Video die Lage vereinfacht darstellt. Ein Video, dass die Lage analysiert, wäre niemals von so vielen Menschen in so kurzer Zeit angeschaut wurden, einfach, weil die meisten aus Langeweile wegklicken würden. 
  • Es ist gut, dass das Video derartig emotionalisiert ist. Es kann nicht sein, dass die LRA - die brutalste Rebellenorganisation der Welt - noch immer ihr Unwesen treibt. Es darf nicht sein, dass kaum jemand von ihr Bescheid wusste. Man sollte sich dennoch nicht von seinen Gefühlen überwältigen lassen, sondern sich nach dem Video informieren.
Jedoch...
  • Es ist bedenklich, dass die Aktivisten sich auf die Seite der ugandische Armee stellen, obwohl diese sich selbst Kriegsverbrechen verantwortlich macht. 
  • Es ist schade, dass im Video nur schwer hervorgeht, dass die LRA nicht mehr in Uganda, aber stattdessen im benachbarten Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan operiert.
  • Es ist schade, dass behauptet wird, mit der Festnahme Joseph Konys habe der Terror und Schrecken ein Ende. Dem wird nicht so sein. Es operieren unzählige weitere Rebellengruppen in Zentralafrika.
  • Es ist schade, dass verschleiert wird, dass die LRA einen christlichen Gottsstaat anstrebt.
  • Es ist schade, dass ebenso nicht erwähnt wird, dass die LRA durch den Sudan unterstützt wird oder zumindest wurde. 
  • Es ist schade, dass das Video nicht aufzeigt, dass die Lage trotzallem weitaus komplexer ist.

Kurz: Das Aktion ist an sich bereits jetzt ein voller viraler Erfolg. Man spricht über Kony und die LRA, ob positiv oder negativ und informiert sich über sie. Und das ist gut so!

Hier antwortet Invisible Children auf die angebrachte Kritik

und noch ein kleines Informationsvideo über die LRA von Invisible Children:
 


17.04.2010

Massenvergewaltigungen im Kongo

Im Kongo herrscht bis heute ein blutiger Krieg, der inzwischen mehr als 5 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, täglich sterben noch immer 1200 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Krieges. 1 Millionen Menschen wurden allein 2009 vertrieben, immer wieder verüben die Christofaschisten der LRA grausame Massaker, Frauen werden Tag für Tag von Rebellen als auch Regierungstruppen vergewaltigt. Besonders grausam ist die Lage in den ostkongolesische Provinzen Sud- und Nordkivu.

Eine Studie fand nun Schockierendes heraus. Bei 60% aller Vergewaltigungen handelte es sich um Gruppenvergewaltigungen durch eine Gruppe bewaffneter Männer. Die Hälfte dieser Angriffe finden nachts in den Häusern der Opfer statt - meist vor den Augen der eigenen Familie. Ferner ist mehr als die Hälfte der Opfer jünger als 16 Jahre alt. Insgesamt sei die Anzahl der sexuellen Übergriffe angestiegen - auch der durch Zivilisten. Damit ist die Vergewaltigung im Kongo nicht nur ein grausames Mittel in einem scheinbar ewig währenden Krieg, um die Bevölkerung auf das Brutalste zu schändigen und zu terrorisieren, sondern bereits alltäglich auch für Nicht-Soldaten. Inzwischen sei Vergewaltigung bei den meisten jungen Kongolesen in Sudkivu akzeptiert. Die Frauen selbst können sich nirgends mehr sicher fühlen, nicht mal mehr in ihren eigenen Betten, während die schlecht ausgerüstete und komplett überforderte 17.000 Mann starke UN-Schutztruppe dem grausamen Treiben tatenlos zusieht.
In Sudkivu, eine Provinz die etwas kleiner als Bayern ist und Heimat von 5 Millionen Menschen, existiert genau ein Krankenhaus, welches Vergewaltigungsopfer eine ordentlich Behandlung bieten kann. 2009 wurden allein in dieser Provinz 5000 Frauen vergewaltigt. Viele von ihnen schaffen es jedoch niemals in das Krankenhaus, denn die Verletzungen nach den Vergewaltigungen sind meist so schlimm, dass viele Frauen daran erliegen. Andere wiederum schämen sich Hilfe aufzusuchen und wenn dann erst, wenn die Schmerzen der Vergewaltigung nicht mehr auszuhalten sind. Hinzu kommt, dass viele mit AIDS infiziert werden.

Derzeit wird über den Abzug der UN-Schutztruppe aus dem Kongo nachgedacht. Einerseits ist die UN-Schutztruppe leider so gut wie sinn- sowie wehrlos und macht sich auch immer selbst wieder Vergewaltigungen schuldig, doch anderseits bietet sie der geschundenen Bevölkerung immerhin teilweise Schutz und ermöglicht es Hilfsorganisationen die Bevölkerung mit Nahrung und lebenswichtigen Medikamenten zu versorgen.

28.03.2010

LRA verübt weitere Massaker im Kongo


The rebel Lord's Resistance Army (LRA) killed at least 321 civilians and abducted 250 others, including at least 80 children, during a previously unreported four-day rampage in the Makombo area of northeastern Democratic Republic of Congo in December 2009, Human Rights Watch said in a report released today.

HRW - DR Congo: Lord’s Resistance Army Rampage Kills 321
HRW Report - Trail of Death: LRA Atrocities in Northeastern Congo

Älterer Artikel zur LRA:
Diese Bastarde der LRA!

18.12.2009

So einiges




Zum Klimawandel:
Bei den Verhandlungen über die Klimafolgen in Kopenhagen bringen die armen Länder immer wieder die Schuld des Nordens ins Spiel – und die Industrieländer geben ihnen Recht. Selbst der Völkermord in Darfur wird als Klimafolge dargestellt. Der Sudan könnte für den hausgemachten Bürgerkrieg sogar Geld bekommen.

Zu Nordkorea:

2009 hat es weniger Kriege und gewaltsame Konflikte gegeben als im Jahr davor. In seinem aktuellen "Conflict Barometer" [(PDF)] zählt das Heidelberger Institut für Konfliktforschung (HII) insgesamt 265 Konflikte. 31 davon werden als "hochgewaltsam" eingeschätzt, sieben gelten als "Kriege". 2008 zählte das Institut 39 schwere Konflikte und neun Kriege.

Hier die Liste der Konflikte und Kriege:
Europe - severe crises
1 Russia (Islamist rebels/Chechnya) - secession, system/ideology
2 Russia (Islamist rebels/Ingushetia) - secession, system/ideology

Sub-Saharan Africa - severe crises
3 Chad (various rebel groups) - nationalpower, resources
4 DR Congo (FDLR) - regional predominance, resources
5 Ethiopia (ONLF/Ogaden) - secession, resources
6 Nigeria (Boko Haram) - system/ideology
7 Nigeria (MEND, Ijaw/Niger Delta) - autonomy, resources
8 Sudan (Darfur) - regional predominance, resources
9 Sudan (various ethnic groups) - regional predominance
10 Uganda (LRA) - national power, resources

Sub-Saharan Africa - wars
11 Somalia (Islamist groups) - system/ideology, national power

The Americas - severe crises
12 Colombia (FARC) - system/ideology, regional predominance, resources
13 Mexico (drug cartels) - regional predominance, resources
14 Peru (Shining Path) - system/ideology, regional predominance, resources

Asia and Oceania - severe crises
15 India (Naxalites) - system/ideology
16 Myanmar (KNU, KNLA/Karen State, Kayah State) - secession
17 Pakistan (Sunnites - Shiites) - system/ideology, regional predominance
18 Philippines (Abu Sayyaf/Mindanao) - secession, system/ideology
19 Philippines (MILF/Mindanao) - autonomy, system/ideology, resources
20 Thailand (Muslim separatists/southern border provinces) - secession,
system/ideology

Asia and Oceania - wars
21 Pakistan (Taliban - various tribes) - system/ideology, regional predominance
22 Pakistan (various Islamist militants) - system/ideology, national power
23 Sri Lanka (LTTE/northern and eastern Sri Lanka) - secession

The Middle East and Maghreb - severe crises
24 Iran (PJAK/Kurdish areas) - autonomy
25 Iraq (AQI) - system/ideology, national power
26 Iraq (insurgents) - system/ideology, national power
27 Saudi Arabia (al-Houthi rebels) - system/ideology, regional predominance
28 Turkey (PKK/KONGRA-GEL/Kurdish areas) - autonomy

The Middle East and Maghreb - wars
29 Afghanistan (Taliban) - system/ideology, national power
30 Israel (Hamas/Palestine) - secession, system/ideology
31 Yemen (al-Houthi rebels) - system/ideology, regional predominance

01.07.2009

Einige Artikel

Zum Kapitalismus:

Zu Beamten und zur BILD-Zeitung von Gideon Böss:

Zum "Staatsstreich" in Honduras:

Zum Krieg im Nordkaukasus:

Zum Krieg im Ost-Kongo:
In der Nacht zum 10. Mai überfielen Hutu-Kämpfer das Dorf Busurungi in Nord-Kivu und zündeten mehrere hundert Hütten an. Über 30 Menschen sollen bei lebendigem Leib verbrannt, Dutzende andere mit Äxten, Messern und Macheten massakriert worden sein. Die UN-Mission im Kongo (Monuc) sprach zunächst von 60 Toten, inzwischen ist von über 100 Ermordeten die Rede. Nach Aussagen von Flüchtlingen spießten FDLR-Milizionäre die Köpfe einiger Opfer am Dorfeingang auf – als Warnung an die Überlebenden, nie wieder mit der Armee zu kooperieren.

[...]

"All das kann nur mit aggressiver internationaler Intervention gestoppt werden", schrieb der Afrika-Experte des "Institute for War and Peace Reporting" (IWPR), Peter Eichstaedt, schon vor Wochen und forderte eine "multinationale Eingreiftruppe – bestehend aus erfahrenen NATO-Verbänden - mit Mandat des UN-Sicherheitsrats", um die Führung der LRA wie der FDLR "einzukreisen und festzunehmen".

Zur Burka
  • Pat Condell: Ban the burka


Und über den perfekten Film:
(es+u+cs+t) squared +s+ (tl+f)/2 + (a+dr+fs)/n + sin x - 1
es = escalating music; u = the unknown; cs = chase scenes; t = sense of being trapped; s = shock; tl = true life; f = fantasy; a = character is alone; dr = in the dark; fs = film setting; n = number of people; sin = blood and guts; 1 = stereotypes;

05.03.2009

Rund um die Welt... u.a. von Spinnern in Teheran, Gaza und Nordkorea

  • Zum Westsarahkonflikt (via AchGut): Wikipedia - Westsaharakonflikt

  • Die Jagd nach der massakrierenden LRA: BBC - Uganda to continue Congo LRA hunt

  • Nordkorea meldet sich auch zu Wort und droht mit Abschuss von südkoreanischen Passagiermaschinen über dem Japanischen Meer: BBC - North Korea threatens civilian planes

    "In the latest of a series of bellicose statements, a North Korean committee warned that "security cannot be guaranteed for South Korean civil airplanes... in particular while the military exercises are under way"."

    Des Weiteren drohte Nordkorea mit einer harten Vergeltung, sollte die USA und Südkorea die nordkoreanische Grenze überschreiten:

    "If they "invade even 0.001 mm into our territory, we will mobilize all our potential and deal a hundreds of thousands of times more powerful strike in retaliation," the official Rodong Shinmun daily said."

23.01.2009

Der Kongokrieg und die Festnahme Nkundas

Der Tutsi-Rebellenführer Laurent Nkunda wurde nach Angaben kongelesischer und ruandischer Truppen in Ruanda festgenommen. Nkunda ist Anführer der CNDP, welche maßgeblich bei der Ermordung und Vertreibung hunderttausender Kongelesen in der ostkongolesischen Provinz Kivu beteiligt war. Nach UN-Angaben mussten 2 Millionen Menschen fliehen.

Die Demokratische Republik Kongo unterstellt den beiden Nachbarländern Uganda und Ruanda den Rebellenführer Nkunda und zu unterstützen. Dieser will nach eigenen Angaben einen weiteren Völkermord der Huturebellen der FDLR an der Tutsi-Bevölkerung im Osten des Kongos verhindern. Die FDLR setzt sich aus Teilen der ruandischen Armee sowie der Interahamwe zusammen, die für den Völkermord 1994 in Ruanda verantwortlich sind. Beide Rebellenorganisationen sind für Mord, Vergewaltigung, Vertreibung und der Rekrutierung von Kindersoldaten verantwortlich zu machen.
Infolge der eskalierenden Gewalt unterstützten 3500 bis 4000 ruandische Soldaten die kongelesische Armee im Kampf gegen die FDLR - und nicht gegen die CNDP. Doch beim Vorrücken der Truppen wurde nun auch verstärkt gegen die CNDP vorgangen, was in der Festnahme Nkundas resultierte.

Neben der CNDP und der FDLR treiben im Norden des Kongos weiterhin die Christofaschisten der LRA ihr Unwesen, gegen die Truppen aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan vorgehen. In der nordöstlichen Provinz Ituri ist die FNI aktiv. Dort fanden über 60.000 Menschen bereits den Tod. Im östlichen Kivu treiben ferner die Mai-Mai-Milizen ihr Unwesen, welche während des zweiten Kongokrieg die Aufgabe hatten, die ruandische Armee abzuwehren. 
Hinzu kommen weitere Konflikte im ganzen Land und den Nachbarländern. Im Endeffekt ist die Lage im Kongo unglaublich verworren und katastrophal, dass ein Frieden beinahe unmöglich scheint.

Insgesamt forderte der Kongo-Krieg seit 1998 monatlich 45.000 Todesopfer. Somit starben insgesamt 5,4 Millionen Menschen. Mehr als in jedem anderen Krieg seit Ende des zweiten Weltkrieges.

19.01.2009

Diese Bastarde der LRA!

Die LRA vergewaltigt, zerstückelt, mordet, massakriert, foltert, schneidet Menschen die Lippen ab, setzt sie bei lebendigen Leibe in Brand und entführt Kinder, um sie als Soldaten einzusetzen. Über Weihnachten 2008 kamen bei diesen abscheulichen Massaker nach Einschätzungen wahrscheinlich mehr als 700 Menschen ums Leben. Die Menschen im Nordosten des Kongos leben in ständiger Angst vor weiteren Übergriffen der Mörderbande um Joseph Kony.
Human Rights Watch says the LRA has killed at least 620 Congolese civilians and abducted more than 160 children since Christmas Eve.

[...]

Local residents said the LRA carried out the church attack on Saturday in a community just 130km from Dungu [...] Felicien Balani, an official in Dungu, told Uganda's New Vision newspaper: "The LRA entered around midnight. They surprised the faithful of the church who were in a prayer vigil. They burned them in the church."

Bereits zuvor drangen Meldungen über die Brutalität der LRA und deren abscheuliche Verbrechen nach außen (gingen aber - wie immer und nicht nur wegen des Krieges in Gaza - in den Medien unter).
"Their hands and legs were hacked off while they were both alive, and they were then beaten to death in front of the boys who have now been rescued."

"The worst atrocity appears to have happened in the village of Doruma, where more than 100 people were hacked to death in a Catholic church."

"Hamas is a radical Islamic militia headed by an imam with the aim of creating a state under Sharia law. The LRA is a Christian militia headed by a “spokesman of God” with the aim of establishing a theocratic state based on the Ten Commandments."

05.01.2009

Genug ist genug

Da alle Welt mal wieder (nur) in den Nahen Osten blickt, möchte ich kurz darauf aufmerksam machen, dass das Leid der Menschen nicht nördlich, östlich, südlich und westliche um den Nahen Osten endet, dass auch außerhalb Israels und Palästinas Menschen sterben, vor allem unschuldige Menschen, die niemals die Chance dazu hatten ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

In Simbabwe sterben unschuldige Menschen wie Fliegen an Cholera, während Mugabe in den Urlaub geht.

Im Ostkongo metzeln die LRA unschuldige Menschen in ihren Dörfern ab. Über Weihnachten fielen den Rebellen über 400 Menschen zum Opfer.

In Darfur wird auch unbekümmert gemordet, vergewaltigt und geplündert.

In Somalia herrscht immer noch Chaos.

In Sri Lanka rückt nach blutigen Kämpfen angeblich ein Ende des Bürgerkrieges in Reichweite.

In Pakistan reißen hier und da Selbstmordattentäter Menschen mit in den Tod. Im Irak auch.

Und auch anderorts sieht es nicht sehr friedlich aus... und dies ohne das Intervenieren von bösen Israelis.

Daher fordere ich nun für das Jahr 2009 das Ende des Blutvergießens in Darfur, im Kongo sowie in Pakistan und das Ende der Mugabe-Diktatur in Simbabwe und das der islamofaschistischen Hamas in Gaza. Genug ist genug.

14.08.2007

Nächster Krieg in Afrika?

Die Töne zwischen den beiden zentralafrikansichen Ländern Uganda und Kongo werden schärfer. Erst vor vier Jahren waren ugandische und ruandische Truppen aus dem Kongo zurückgezogen worden, schon droht ein erneuter Einmarsch.

Der ugandische Verteidigungsminister Crispus Kiyonga sagt der Zeitung Daily Monitor:
"Wenn die sanfte Art nicht funktioniert, werden wir härtere Maßnahmen ergreifen, ein Wiedereinmarsch eingeschlossen."

Denn Uganda verdächtigt den Kongo die LRA Rebellen zu unterstützen und ihnen Unterschlupf im Ostkongo zu gewehren bzw. nicht hart genug gegen die vorzugehen. Die paramilitärischen LRA Rebellen arbeiten gegen die ugandische Regierung und wollen einen christlichen (!) Gottesstaat mit islamischen und stammesreligiösen Elementen errichten. Von dem Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe der UN wurden sie als die "wohl brutalste Rebellengruppe der Welt" bezeichnet. Wie verzweigt die Lage ist zeigt auch, dass die LRA ihren Hauptsitz im Südsudan hat und somit Uganda die Rebellen SPLA, welche gegen die sudanesische Regierung arbeitet, unterstützt.

Hinzu kommt, neben der Beschuldigung der Unterstützung der Rebellen, das zur Grenze des Kongo riesige Erdöl- und Gasreserven vermutet werden, weshalb es zum Einfall von kongolesischen Soldaten auf ugandischen Gebiet gekommen sein soll. Dabei wurde ein britischer Ölarbeit getötet und vier ugandische Soldaten festgenommen, so Kampala.
Des Weiteren soll der Kongo eine Insel auf dem Albertsee besetzt haben, welche unter beiden Ländern strittig ist.

Im immer noch vom Bürgerkrieg zerrütteltem Kongo verdächtigt man Uganda hingegen, dass es am illegalen Handel mit Holz und Gold beteiligt sein soll.

Netzzeitung
TAZ
Bild: Google Earth