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25.07.2009

Gräueltaten in Nordkorea: Menschenversuche in Nordkorea

Gestern wies ich auf einen Al Jazeera Bericht hin (siehe Menschenversuche in Nordkorea), wonach Nordkorea an behinderten Kindern biologische und chemische Kampfstoffe testet (bzw. getestet hat). Sollte sich dies tatsächlich bewahrheiten, und das ist durchaus sehr wahrscheinlich, dann hat nach den Menschenversuchen der Nazis und der japanischen Einheit 731 die internationale Gemeinschaft mehr als 60 Jahre lang erneut weggesehen, wie ein Staat Millionen seiner Bürger nicht nur durch Hunger, Hinrichtungen und Folter zu Grunde richtete, sondern einige seiner Bürger und darunter Kinder als Versuchskaninchen missbrauchte.

Dass Nordkorea angeblich Menschenversuche unternimmt, ist nichts Neues. Am 03. Juni 2009 berichtet Chosun Ilbo über mögliche Versuche an Menschen in der Nähe des Atombombentestgeländes (siehe Sanktionen, Lager 16, Laura Ling & Euna Lee). Demnach befindet sich das Konzentrationslager Nummer 16 in unmittelbarer Nähe zum Atombombentestgelände. Die dort Inhaftierten könnten nicht nur als Arbeiter missbraucht wurden sein, sondern gar schlimmer noch, als Versuchsobjekte um die Auswirkungen einer atomaren Explosionen auf den Menschen zu erforschen. Ebenso wurden in der Nähe befindliche Dörfer vor dem Atombombentest nicht evakuiert. Doch bereits vor den nordkoreanischen Atombombentests gab es Augenzeugeberichte über grausige Menschenversuche in Nordkorea:
Hwang Jang-yeop, a former secretary of the Workers' Party, testified that in the mid 1990s he witnessed the following event: Upon learning from the secretary of military supplies that dogs were to be used in the testing of newly developed weapons, Kim Jong-il ordered him to use humans; he would arrange for the use of political prisoners.

Es gibt weitere Berichte, welchen zu Folge schwangere Frauen, die als Flüchtlinge von China aus nach Nordkorea zurückgeschickt werden, zur Abtreibung gezwungen werden, wenn der Verdacht besteht, der Vater sei ein Chinese (um die koreanische Rasse rein zu halten). Es gibt einen Augenzeugenbericht, wonach Frauen vergifteten Kohl essen musste und daran starben, wonach Konzentrationslager mit Laboren und Gaskammern ausgerüstet sind, in welchen Blut- und Giftgasexperimente an Familien durchgeführt werden, während hinter einer Glasscheibe Wissenschaftler den Vorgang dokumentieren würden; es gibt Berichte, wonach die Gefangenen für die Wachen keine Menschen mehr sind, sondern nur noch Tiere, mit denen man kein Mitleid haben darf. Die Gefangenen werden vollständig dehumanisiert. Das Leid der Gefangenen scheint unbeschreiblich zu sein.

Leider kann niemand genau sagen, wieviel Wahrheit in den Berichten steckt. Beweise für die nordkoreanischen Gräueltaten lassen sich leider (oder doch eher zum Glück) nicht aufführen. Doch eines ist sicher: In Nordkorea befinden sich unzählige Konzentrationslager, in denen Menschen gefoltert und hingerichtet werden. Der nordkoreanische Staat ist der größte Menschenrechtsverletzter.
[Lee Soon-ok] spoke about the use of prisoners as guinea pigs, which a senior U.S. official describes as “very plausible. We have heard similar reports.”
“I saw so many poor victims,” she said. “Hundreds of people became victims of biochemical testing. I was imprisoned in 1987 and during the years of 1988 through ’93, when I was released, I saw the research supervisors — they were enjoying the effect of biochemical weapons, effective beyond their expectations — they were saying they were successful.”

Weiterhin befinden sich die beiden US-Journalistinnen Ling und Lee sowie ein südkoreanischer Ingenieur in nordkoreanischer Geiselhaft.

Mit welcher Begründung darf heutzutage ein Staat wie Nordkorea, nach dem 2. Weltkrieg, nach Pol Pot und nach dem sowjetischen Gulagsystem, noch existieren und die Menschenrechte aufs Brutalste mit den Füßen treten? Und dies seit mehr als 60 Jahren? Mit welcher Begründung wird das Unrecht, das dem nordkoreanischen Volk Tag für Tag angetan wird dermaßen ignoriert?

Artikel zu nordkoreanischen Menschenversuchen und anderen Gräueltaten des Regimes:


Update:

26.11.2008

Gräueltaten in Nordkorea: Konzentrationslager Nummer 18

Immer wieder dringen Berichte über nordkoreanische "Umerziehungslager" nach außen. Eines davon ist das Konezentrationslager Nr. 18 für u.a. politische Gefangene nördlich von Pjöngyang. Nach neusten Berichten sind allein in diesem möglicherweise 100.000 Menschen "inhaftiert". Neben diesen existieren noch fünf weitere Lager für politische Gefangene, die in Nordkorea verteilt sind und in denen über 300.000 Menschen gefangen gehalten werden - aus politischen Gründen.

Das Konzentrationslager Nr. 18 gehört hierbei zu den der "Completely Controlled Zone" (zu denen 90% aller politischen Gefangenlager zählen). Dies heißt, alle Inhaftierten werden, wenn sich bald nichts ändert, dort ihr Leben lassen. Sie müssen ihr ganzes Leben in diesem Lager verbringen. Und nicht nur sie. In Nordkorea werden nicht nur "Verbrecher" und politische Dissidenten inhaftiert, sondern auch deren Familienangehörige. Bei Daily North Korea findet sich ein Bericht zu einem ehemaliger Häftling des Lagers Nr. 18, welchem die Flucht nach Südkorea gelang.
Lim Jong Soo wurde 1967 mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern eingesperrt, da sein Vater angeblich ein Verbrechen begangen hatte. Seine beiden Brüder starben, da diese gezwungen waren Gras zu essen und seine Mutter wurde bei Zwangsarbeit an einer Gleisanlage von einem Zug erfasst. Inhaftierten Kindern wird am Bauch ein Brandzeichen des Lagers in die Haut eingebrannt, damit diese den jeweiligen Lagern zugeordnet werden können. Des Weiteren berichtet Lim von Hinrichtungen, einer Frau, welche ihre Eltern lebendig vergrub, nachdem man sie gegen ihre Eltern aufgehetzt hatte, von sexuellen Vergehen gegenüber Frauen, von Abtreibungen und dem gewollten Krankmachen von Frauen, so dass sich diese übergeben müssen.
“In order to deprive money from defector women caught in China, they have even made the women do squats completely naked hundreds times. It is not rare for the officials to search the anus and genitals of the women using sticks or their fingers.”

[...]

“Women who confess that they have swallowed money are forced to drink soapy water to induce vomiting or diarrhea.”

Insassen der Konzentrationslager werden nicht registriert, wodurch es unmöglich ist herauszufinden, wer in den Lagern ums Leben kam. Die Menschen in den Lagern existieren schlichtweg nicht. Sie sind inexistent. Und die Lagern können es im Fall der Fälle auch werden. So berichtet eine ehemalige Wache des Lagers Nr. 22, dass zwei Konzentrationslager extra Dämme angelegt haben, welche zerstört werden können und somit das komplette Lager unter sich begräbt. So soll die Existenz von Lagern vertuscht werden, wenn es zum Zusammenbruch des Regimes kommen sollte.

Allein dieser Bericht zeigt ausdrücklich wie inhuman und grausam die Lage in Nordkorea ist. Und man muss bedenken, hierbei handelt es sich lediglich um einzelne Berichte von Augenzeugen, wodurch das ganze Ausmaß der Grausamkeit gar nicht erkennbar wird. Wer weiß schon welche schrecklichen Dinge sich noch in den Konzentrationslagern abspielen, welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im finsteren Nordkorea noch verübt werden.
Es steht doch daher wohl außer Frage, dass Nordkorea in keinster Weise an einer Besserung interessiert ist, dass die nordkoreanische Führung allein für das Elend verantwortlich ist und dass dieser menschenverachtende Haufen um Kim Jong Il grausige Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung begeht. Sollte diese Erkenntnis nicht reichen um dieses Regime endlich von diesem Planeten zu verbannen?

Es ist letztendlich wahrlich zum Erbrechen und zum Weinen gleichermaßen, dass dieses Regime von den Medien derartig ignoriert wird. Kaum einer weiß von den Verbrechen, die in Nordkorea verübt werden. Es reicht gerade einmal für irgendwelche Randnotizen in den Tageszeitungen. Nicht mal in der deutschen Blogosphäre lässt sich ein Blog finden, der über die Verhältnisse in Nordkorea dauerhaft berichtet. Entsetzlich...

29.05.2011

Gräueltaten in Nordkorea: Berichte über das Töten behinderter Kinder

Nach einem Bericht von Free Radio North Korea werden behinderte Kinder in Nordkorea in Krankenhäusern mit feuchten Handtüchern erstickt. Demnach gab ein nordkoreanischer Flüchtling an, er habe seinen behinderten Enkel in Pjöngjang den Behörden übergeben müssen. Dieser sei daraufhin ermordet wurden. Des Weiteren berichtete er, wer auf Auslandsreisen gehe, wird auf bestimmte Fragen geprüft. Unter anderem werde gelehrt, dass es in Pjöngjang keine Behinderten gebe.

Dieser Bericht über die Ermordung von Behinderten ist allerdings nichts neues. Es gibt weitere Berichte darüber, dass Nordkorea Behinderte in Lager wegsperrt und Menschenversuche an Behinderten unternehme. Diese lassen sich jedoch genausowenig wie die Angaben des Flüchtlings bei Free Radio North Korea unabhängig verifizieren.

Ferner werden angeblich schwangere koreanische Frauen, die auf ihrer Flucht durch China wieder nach Nordkorea geschickt werden, zur Abtreibung gezwungen - um die Reinheit der koreanischen Rasse zu wahren.


Da immer wieder Berichte über nordkoreanische Gräueltaten auftauchen, habe ich dies zum Anlass genommen, daraus eine Serie zu machen und einige ältere Artikel über nordkoreanische Verbrechen hinzugefügt: Gräueltaten in Nordkorea

16.08.2009

Gräueltaten in Nordkorea: Lager 14 und 18

Großartige Arbeit leistete Mal wieder Joshua Stanton von OneFreeKorea, der mithilfe von Google Earth Satellitenaufnahmen und Augenzeugenberichten die Konzentrationslager 14 und 18 in Nordkorea beschreibt:


Niemand weiß wieviele Gefangene sich in den Lagern befinden, doch die Schätzungen gehen davon aus, dass sich in den Lager 14 und 18 zwischen 50.000 und 100.000 Gefangene befinden. In den Lagern sitzen ganze Familien, Frauen und Kinder, politische Dissidenten, Christen und südkoreanische Kriegsgefangene sowie von Nordkorea entführte Südkoreaner und Japaner. Außerdem behauptet ein ehemaliger Inhaftierter, dass sich in den Lagern angeblich sogar noch amerikanische Kriegsgefangen befinden.
Viele der Inhaftierten werden die Lager nie wieder verlassen.

Alle Gefangen haben sich an folgende 10 Regeln zu halten:
1. You must not escape.
2. Three or more inmates must not meet together.
3. You must not steal.
4. You must absolutely obey orders of the Protection Agency guidance officers.
5. You must immediately report if you saw any outsiders or suspicious people.
6. All inmates must carefully watch over each other and immediately report each other’s unusual behavior.
7. You must over-fulfill all tasks assigned to you.
8. Unless it is job-related, no contact between male and female is allowed.
9. You must be truly remorseful for your own mistakes.
10. You shall be immediately shot by firing squad if you ever violate these laws and regulations of the camp. [KBA 559-60]

[...]

Camp commanders have absolute, arbitrary authority to order the execution of prisoners, for such offenses as prohibited sex, pregnancy, complaining, disclosing secrets, or attempting to escape. Prisoners who are sentenced to death may be executed in front of other prisoners who are forced to watch.

Nach einem angeblichen Aufstand im Jahre 1990 in dem Konzentrationslager 14 bei dem acht Wachen getötet wurden, exekutierte die Behörden anschließend 1500 Inhaftierte und warfen deren Leichen in einen alten Minenschacht - so berichtet der ehemalige Gefangene Kim Yong.
Dieser berichtet weiter, dass in Lager 14 auch Menschenversuche durchgeführt werden, die möglicherweise in einem extra besonders abgesicherten Bereich des Lagers stattfinden. Auf diesen Bereich weist Stanton mit den Google Earth Aufnahmen in seinem Artikel ebenfalls hin.

Der Bericht ist wie der gesamte Blog OneFreeKorea mehr als nur lesenwert, denn die Welt muss über die Gräueltaten Nordkoreas informiert werden und darf nicht weitere ihre Augen verschließen. Leider gibt viel zu wenige Blogs (vor allem deutschsprachige) und Nachrichtenmagazine, die sich mit der schockierenden Lage der Menschen in Nordkorea befassen.


Blogartikel: Konzentrationslager Nummer 18

03.06.2009

Ein gewöhnlicher nordkoreanischer Amoklauf

Am 25.05.2009 zündete Nordkorea zum wiederholten Mal eine Atombombe, die eine stärkere Kraft als die 2006 gezündete Atombombe hatte. Seismologen registrierten eine Erschütterung der Stärke 4.5 auf der Richterskala. Man geht davon aus, dass die Atombombe der Stärke jener von Hiroshima und Nagasaki nahe kommt (zwischen 10 und 20 Kilotonnen), aber trotzallem nicht ganz so erfolgreich detoniert ist, wie die nordkoreanischen Medien propagierten.
Nun bereitet sich Nordkorea auf den Abschuss einer Langstreckenraketen und Mittelstreckenrakete vor. Inzwischen wurden mehrere Kurstreckenraketen abgeschossen und der Waffenstillstand von 1953 für beendet erklärt. Eine Woche mit einem provokativen außerpolitischen Amoklauf Nordkoreas, der so weiter gehen wird. Und die Welt reagiert mit Empörung, Schock und verbalen Pfui-Rufen, die von sinnlosen Resolutionen unterstrichen werden.

Im Vorfeld hatte Südkorea angekündigt der Proliferation Security Initiative, einer US-geführten Organisation gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und chemischen Waffen, beizutreten. Nordkorea fasst dies nach eigenen Angaben als Kriegserklärung auf. Doch sehr wahrscheinlich richten sich die letzten Provokationen nicht gegen Südkorea, sondern gegen Obama höchstpersönlich. Ein Test, was für ein Gegner Obama ist.

Ebenso steht nun ein Nachfolger Kim Jong-Ils fest: Kim Jong Un, der jüngste und dritte Sohn Kim Jong-Ils. Er wurde 1984 geboren, besuchte die International School of Bern in der Schweiz und spreche neben Englisch auch ein wenig Deutsch. Er soll die Geschäfte - Atombombentests und Entführungen - seines Vaters weiter leiten. Dieser sprach unterdessen der Familie des ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun sein Beileid aus. Nordkorea erhielt während der Amtszeit von Roh Hilfen im Wert von über 4 Milliarden US-Dollar.

Währenddessen verurteilte absurderweise sogar der Iran den nordkoreanischen Atomtest, dabei hatte dieser nach Angaben der NZZ heimlich den Bau des Atomreaktors im syrischen Al-Kibar mithilfe der Nordkoreaner zusammen finanziert.

Weiterhin hält das Terrorregime die zwei US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee als Geiseln. Nordkorea scheint am längeren Hebel zu sitzen. Zwei amerikanische Geiseln, zick südkoreanische und japanische Geiseln, zwei Atombombentest (mehr oder weniger erfolgreich), einsatzfähige Kurz- und Mittelstreckenraketen, potentielle Langstreckenraketen, eine mehr als Millionen Mann starke Armee, ein loyales China im Hintergrund und ein schwacher, obsessiv-realpolitischer Obama, der wahrscheinlich vor Panik noch mit Nordkorea Gespräche führen wird.

"I really believe that reality is going to strike with this (Administration). I don’t think you’re going to get progress by quote-unquote talking to the Iranians. I don’t think you’re going to get the progress they think they’re going to get with some of these countries, with North Korea.
What has North Korea done since Obama came to office? And we were going to have a new dialogue with them. God Almighty! You know? Two journalists are now in prison. They announced they’re reprocessing, proceeding with the fissile material. They were threatening or did shut down that town that the South Koreans funded for them. I mean, I think reality’s going to hit the Obama Administration."

Doch was unternimmt man gegen so ein terroristisches und erpresserisches Regime wie jenes in Pjöngjang? Betreibt man Realpolitik, gibt den Forderungen nach und akzeptiert bilaterale Gespräche, bekommt die Führung was sie will und wird mit ihrer Erpressungstour fortfahren. Schließlich ist diese Taktik erfolgreich und andere Schurkenstaaten wie der Iran nehmen sich das Beispiel Nordkorea zum Vorbild. Wenn Obama Bösewichte dafür belohnt, dass sie böse sind, Bomben testen, Ausländer entführen, Menschenrechte missachten und mit Krieg drohen, dann steht diese Welt wahrlich vor dem Untergang. Einen Schurken durch Geschenke und Worte von seinen finsteren Plänen abzubringen hat sich historisch noch nie als eine intelligente Taktik herausgestellt.
Daher wäre es besser, man isoliert und sanktioniert Nordkorea noch stärker. Dass alle Sanktionen nichts nutzen, solang China sich nicht für die Einhaltung der Sanktionen einsetzt, sollte bekannt sein. Allein China hält Nordkorea am Leben und wird es weiter tun, denn China fürchtet zwar ein instabiles Nordkorea, aber noch mehr fürchtet es nordkoreanische Flüchtlingswellen uind ein wiedervereinigtes pro-westliches Korea mit US-Militärstützpunkten. Daher setzt China alles daran, den Status Quo aufrecht zu erhalten.
Da China stärkere Sanktionen nicht befürworten wird, muss die westliche Welt eben die Sanktionen gegenüber nordkoreanischen und chinesischen Banken, die mit Nordkoreanern Geschäfte machen, verstärken - so wie jene des US-Schutzamt im September 2005 -, um den Geldfluß nach Nordkorea endgültig zu stoppen. Außerdem gehört Nordkorea wieder auf die Liste der Staaten, die den Terrorismus fördern.
"In 2005, the U.S. Treasury took action against a bank in Macau that did business with North Korea, and Japan cracked down on illegal businesses sending cash to the North. Those financial sanctions could be resumed, and if backed by energy sanctions from China would get the North's attention in a way that U.N. resolutions never will. The U.S. also has a reliable South Korean ally in President Lee Myung-bak, who has cut off aid to the North amid its recent provocations." WSJ - Korea's Obama Test

Die Welt darf vor den Provokationen Nordkoreas nicht einknicken. Möglicherweise ist die Eskalation seitens Nordkoreas zur Zeit nur ein Verzweiflungsakt, da das Regime kurz vor dem Kollaps stehen könnte. Zwar steht ein Nachfolger fest, aber auch die Generäle streben nach mehr Macht. Alles was die nordkoreanische Führung will, ist überleben - um jeden Preis. Aber was Kim Jong-Il im Angesicht des Todes will, sollte man sich gar nicht erst ausmalen wollen.

Manchmal da kommt in mir die Befürchtung hoch, dass nachdem das Regime endgültig kollabiert ist und die ersten ausländischen Untersuchungen über die Gräueltaten Kim Il-Sungs und Jong-Ils im Gange sind, alles was man bisher über die Konzentrationslager (oder Todescamps) befürchtet hat, noch übertroffen wird. Niemand kann heute genau sagen, was in den Lagern vor sich geht. Fakt ist jedoch, sie existieren und die Nordkoreaner, welche flüchten konnten, berichteten bereits furchtbarstes. Allein aufgrund der Menschenrechtslage ist Nordkorea der wohl brutalste Terrorstaat der Erde, den man ohne Krieg so schnell es geht in die Knie zwingen sollte.


Hoffentlich kommt der Welt bald die Erkenntnis, dass die UNO nicht zu Lösung des Korea-Konflikt beiträgt:

Weitere Artikel:

04.05.2011

Gräueltaten in Nordkorea: Nordkoreanische Konzentrationslager werden immer größer

Gestern veröffentlichte Amnesty International aktuelle Satellitenbilder nordkoreanischer Konzentrationslager, auf denen zu sehen sein soll, dass die Lager immer größer werden. Im Vergleich zu Satellitenbilder aus dem Jahre 2001 bedecken vier Lager nun eine noch viel größere Fläche. Zusätzlich finden sich in dem Bericht noch einige Augenzeugenberichte ehemaliger Gefangener, die den Lagern entkommen konnten. Neben Folter, Hunger und Zwangsarbeit, kommt es immer wieder zu Hinrichtungen. Mehr über die schockierende Lage in nordkoreanischen Konzentrationslagern, gibt es hier, hier, hier, hier und hier, sowie hier und hier.

Vermutlich leben mehr als 200.000 Menschen in solchen Lagern - auch Verwandte und Angehörige von Dissidenten. Zwischen 1999 und 2001 - während einer Hungersnot - fanden angeblich in einem politischen Gefangenenlager in Yodok 40% der Insassen den Tod. In den sogenannten "Total Control Zones" bleiben die Inhaftierten ihr Leben lang. Auch Kinder, die in den Lagern geboren wurden, werden diese Lager niemals lebend verlassen dürfen.
“These are places out of sight of the rest of the world, where almost the entire range of human rights protections that international law has tried to set up for last 60 years are ignored.”

wird Sam Zarifi, der Leiter von Amnesty International Asia Pacific, zitiert.

Immer wenn ich wieder etwas über die nordkoreanischen Konzentrationslager lese oder sehe, überkommt mich ein beängstigendes Schaudern. Einerseits lassen sich die Berichte kaum validieren, da sie de facto nur auf Augenzeugenberichten und Satellitenaufnahmen basieren, aber anderseits muss man sich auch fragen, was wenn dies alles wirklich stimmt und sei es auch nur ein Fünkchen davon. Was wenn das nordkoreanische Regime - welches auch außenpolitisch äußerst aggressiv agiert und vor Toten nicht zurückschreckt - wirklich Menschenversuche in den Gefangenlagern unternimmt. Was wenn dort systematisch Menschen, Männer, Frauen und Kinder, hingerichtet und gefoltert und ausgebeutet werden. Was wenn diese Berichte stimmen. Was wenn auch nur einer dieser furchterlichen Bericht stimmt. Was wenn in Nordkorea seit mehr als 60 Jahren Tag für Tag eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit stattfindet. Was wenn eines Tages Nordkorea kollabiert und die grausamen Verbrechen des Regimes ans Tageslicht treten. Was wenn sich dann heraustellt, dass die begangen Verbrechen jenseits allen Vorstellbaren waren und Kims Schergen ohne Eingreifen der internationalen Gemeinschaft das eigene Volk brutal unterdrücken, ausbeuten und ermordeten konnte.  Heißt es dann wieder "Nie wieder"?

Videonachtrag

26.07.2011

Gräueltaten in Nordkorea: Kannibalismus

Ein angeblich durchgesickertes offizielles Dokument der nordkoreanischen Polizei beschreibt fünf Fälle von Kannibalismus. Kannibalismus innerhalb von Nordkorea taucht in den abscheuchlichen Berichten aus den Konzentrationslagern immer wieder auf. Doch bestätigen lässt sich soetwas nicht. Zwar handelt es sich dieses Mal um ein - wiegesagt - angeblich offizielles Polizeidokument, doch das Dokument ist als Handbuch für Polizisten ausgelegt. Das Dokument aus dem Jahre 2009 enthält 721 Beispielsfälle, welches Polizisten trainien soll wie mit diversen Situation umgegangen werden soll. Dabei sollen die Fälle auf wahren Fällen beruhen:
In one account, a male guard who could not bear his hunger killed his colleague using an ax, ate some of the human flesh and sold the remainder in the market by disguising it as mutton, the report said, without giving any further details such as when the alleged crime occurred.

18.07.2011

Gräueltaten in Nordkorea: Bericht aus Lager 18

"People in labour camps are not looked upon as humans. They are enemies of the state who have no rights whatsoever. You could kill them with your own hands and nothing would happen to you."

18.01.2015

Teile aus Shin Dong-hyuks "Flucht aus Lager 14" sind falsch

Eeeeeh, Shin Dong-hyuk, der wohl bekannteste nordkoreanische Menschenrechtsaktivist, hat zugegeben, dass Teile aus seinem Bestseller-Buch Escape from Camp 14: One Man's Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West / Flucht aus Lager 14 nicht der Wahrheit entsprechen.

Scheinbar sind diverse Orts- und Zeitangaben nicht korrekt. Unter anderen, wurde seine Mutter und sein Bruder nicht in Lager 14, sondern in Lager 18 hingerichtet. Außerdem wurde er nicht gefoltert als er 13 Jahre alt war, sondern erst als er 20 war. Die zentralen Teile des Buches würden aber der Wahrheit entsprechen.

Das Teile des Buches (oder sogar das ganze Buch, was nun durchaus angezweifelt werden könnte) ausgedacht sind, ändert nichts an den Gräueltaten des nordkoreanischen Regimes, wirft aber ein schlechtes Licht auf Shin Dong-hyuk und damit leider auf die Geschichten anderer Flüchtlinge. Der Fall zeigt eindeutig die Problematik im Bezug auf Informationen aus und über Nordkorea. Geschichten aus Nordkorea sollten immer mit Vorsicht genossen werden, denn es fehlen unabhängige Quellen. 

Im Übrigen, Nordkorea hatte bereits vor einiger Zeit ein Video veröffentlicht, in dem Shins Vater behauptet sein Sohn sei nie in einem  Gefangenenlager gewesen.