05.02.2008

Die Basidschi

Zeit.de - Iran: Basidschi töten nach Belieben
Ajatollah Chomeini gründete die Basidschi, um den Islam zu schützen. Sie selbst sehen sich als Religionswächter. Geschützt werden sie von Justiz und Politik.
»Wenn ihr seht, dass jemand an einer Straßenecke eine Sünde begeht, und ihr untätig bleibt und einfach vorbeigeht, dann bedeutet dies, dass ihr dieser Sünde zustimmt. Würdet ihr auch untätig bleiben, wenn jemand die Ehre eurer Familie beschmutzt? Das Gesetz Gottes ist die Reinheit Gottes. Wenn jemand die Reinheit Gottes beschmutzt und ihr untätig bleibt, dann bedeutet dies, dass ihr dieser Sünde zustimmt. Dann seid ihr der Feind Gottes. Wenn eure Augen eine Sünde sehen, dann habt ihr nicht das Recht, sie zu schließen, dann müsst ihr handeln…«

Dabei haben die "Sündiger" so zu sterben, wie es der Islam vorschreibt. Dank dem Blutgeld droht ihnen kaum eine harte Strafe:
"Er legte ihn auf den Boden und blickte noch einmal auf Asfari, der in dem Erdloch kauerte. Dann hob er den Stein auf und warf ihn mit aller Wucht auf den Kopf seines Opfers. Zu seiner Überraschung war Asfari nicht tot. Er führte das auf den weichen, sandigen Untergrund zurück, auf dem Asfari lag. Daher befahl Hamzeh einem seiner Basidschi, den zweiten Stein [...] unter den Kopf Asfaris zu legen. Nachdem das geschehen war, warf er selbst den Stein noch einmal auf den Kopf des Opfers. Blut spritzte in alle Richtungen. Doch Asfari war immer noch nicht tot, der Körper zuckte und zitterte, unbeschreibliche Laute kamen aus dem geschundenen Menschen. Hamzeh gab den Befehl, ihn zu verscharren, obwohl er noch lebte."

Danke Familienangehörigen, die ihre Verwandten gesucht hatten, kam die Polizei den Mördern auf die Spur. Der Anwalt sagte dazu vor dem Gericht:
»Die Basidschi sind im Machtrausch. Sie sind besoffen von Macht.«

Die Verurteilung lässt noch auf sich warten.

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